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Luftwärmepumpe: Kosten von Anschaffung, Einbau & Betrieb

Bei einer Luftwärmepumpe sind die Anschaffungskosten deut­lich höher als bei Öl- oder Gas­hei­zung. Hoch ist allerdings auch die staatliche Förderung für Wärmepumpen. Dadurch sin­ken die Kosten auf ein er­schwing­liches Niveau. Wo die Luftwärmepumpe kostentech­nisch glänzen kann, ist im Be­trieb. Mit ihr darfst du dich also über geringere Heizkosten freu­en, als du mit einer Gas- oder Ölheizung hättest.

Luftwärmepum­pe: Preis & weite­re Kosten

Die Luftwärmepumpe – Der Kostenwandler
  • Nicht die Teuerste: Die Anschaffungskosten einer Luft-Wasser-Wärme­pumpe sind zwar hoch. Sie ist jedoch immer noch günstiger als eine Erd- oder Grundwasser-Wär­me­pumpe. Denn bei ihr ist die Erschließung der Wärmequelle weniger aufwändig.
  • Profitiert von Förder­mit­teln: Die Zuschüsse der staatlichen Förde­rung BEG senken die An­schaf­fungskosten um 30 - 70 Prozent. Dadurch sparst du bis zu 21.000 Euro und der Preisunterschied zu einer Gas- oder Ölheizung schrumpft erheblich.
  • Punktet bei Betriebskos­ten: Unter den richtigen Voraussetzungen fallen deine Heizkosten mit einer Luftwärmepumpe bis zu 45 Prozent niedri­ger aus als bei einem fossilen Heizsystem.
  • Zukunftssichere Heiz­technologie: Die Luft­wärmepumpe nutzt Strom und die Außenluft als Energielieferanten. Dadurch erfüllt sie die 65 % Erneuerbare Energien-Vorgabe des GEG und bleibt auch von der CO2-Steuer befreit. Letztere wird in den kommenden Jahren die Preise von Gas und Öl steigen lassen. Dann wirst du beim Hei­zen mit einer Luftwärme­pumpe einen noch grö­ßeren Preisvorteil haben.
Kostenart Typische Kosten Anmerkungen
Gerätepreis 10.000 – 20.000 € abhängig von Leistung, Effizienz, Marke
Installation & Montage 4.000 – 13.000 € reine Arbeitsleistung, Inbetriebnahme, Elektroanschluss, Fundament etc.
Zusätzliches Material / Peripherie 6.000 – 12.000 € Speicher, Regelung, Rohre, Ventile etc.
Gesamtkosten der Investition 20.000 – 45.000 € (reduzieren sich durch Förderung um 9.000 - 21.000 €)
Jährliche Betriebskosten (Strom) 600 – 2.000 € stark abhängig von JAZ (3 - 4), Wärmebedarf (10 - 20.000 kWh), Strompreis (25 - 32 ct/kWh)
Wartungskosten pro Jahr 150 – 400 € empfohlene jährliche Inspektion

Annahmen: Einfamilienhaus (ca. 150 m²), mittlerer bis guter Dämm­standard, JAZ (Jahres­arbeitszahl) ca. 3,5, Strompreis ca. 28 ct/kWh. Alle Angaben sind Richtwerte und können indivi­duell stark abweichen.          

1. Gesamtkosten einer Luftwär­me­pumpe mit Einbau

Die Kosten für eine Luftwärmepumpe setzen sich aus dem Preis für das Gerät sowie den mit dem Einbau verbundenen Ausgaben und even­tuell notwendigen Anpassungen am Gebäude oder Heizsystem zusam­men. Du kannst je nach Art deines Hauses mit folgenden Kosten rech­nen:

Gebäudetyp / Situation Gerät Installation & Nebenkosten Gesamtkosten
Neubau / Gut gedämmt 8.000 € - 12.000 € 5.000 € - 8.000 € 13.000 € - 20.000 €
Sanierung (Standard) 10.000 € - 14.000 € 7.000 € - 12.000 € 17.000 € - 26.000 €
Sanierung (komplex) 12.000 € - 16.000 € 10.000 € - 15.000 €+ 22.000 € - 31.000 €+
Mit Heizkörpertausch etc. + variable Kosten + variable Kosten Kann > 35.000 € sein

Es handelt sich dabei um Durchschnittswerte. Die tatsäch­lichen Luftwärmepumpe-Kosten hängen stark von den individuellen Gegebenheiten ab:

  • Wärmebedarf: Je besser das Haus gedämmt ist, desto kleiner und günstiger kann die Wärmepumpe sein. So ist die Heizlast, die eine Wärme­pumpe im Altbau bewältigen muss, höher als die in einem bestens gedämmten Passivhaus. Auch die Wohnflä­che spielt eine Rolle. Eine Heizlastberechnung gibt Aufschluss darüber, wie viel Wärme deine Heizung liefern muss.
  • Heizsystem: Fußbodenheizun­gen arbeiten mit niedrigeren Vorlauftemperaturen und er­möglichen einen effizien­teren Betrieb als alte Radiatoren. Willst du die Wärmepumpe mit Heizkörpern betreiben, sollten auch diese auf eine niedrige Vorlauftemperatur (idealerweise unter 40-45°C) ausgelegt sein.
  • Installationsaufwand: Die Kosten richten sich unter anderem danach, wie komplex die Rohrführung ist, ob Durchbrüche notwendig sind und wie es um die Elek­trik bestellt ist. Auch wie teuer die Handwerkerleistungen in deiner Region sind, hat Einfluss.
  • Gewähltes Modell: Marken­pro­dukte oder High-End-Geräte mit zusätzlichen Funk­tionen sind meist teurer. Große Wärmepumpen­herstel­ler haben dafür oft ein eta­blier­tes Service-Netzwerk, was im Wartungs- oder Reparatur­fall vorteilhaft ist.

ℹ️ Tipp: Lass dir Angebote immer individuell auf dein Haus und deine Bedürfnisse zuschneiden!

2. Das Gerät: Was bei einer Luftwärmepum­pe den Preis be­stimmt

Die erste Kosten-Komponente ist das Gerät selbst. Gemeint ist dabei eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Denn anders als eine Luft-Luft-Wärme­pum­pe kann eine Luft-Wasser-Wär­mepumpe auch einen Altbau behei­zen. Ihr Preis variiert je nach Her­stel­­ler, Modell, Leistung und Effi­zienz.

Für ein typisches Einfamilien­haus kannst du mit reinen Geräte­kos­ten zwischen 8.000 € und 20.000 € rechnen. Teurer kann es werden, wenn du dich für ein lei­stungs­stärkeres Modell – eine soge­nannte Hochtemperatur-Wärme­pumpe – oder ein Gerät mit beson­ders hoher Effizienz oder zusätz­lichen Funktionen wie der Fähigkeit zum Kühlen entscheidest.

Auch das verwendete Kältemittel spielt eine Rolle. Geräte mit natürli­chen Kältemitteln wie Propan (R290) sind oft etwas teurer, qualifizieren die Luftwärmepumpe aber bei der Förderung für den Effizienzbonus.

3. Die Installa­tion: Nötige Arbeitsschritte entscheiden über Kosten

Die Kosten für die Installation einer Luftwärmepumpe machen ebenfalls einen großen Teil der Gesamtinves­ti­tion aus. Häufig liegen sie im Bereich von 5.000 € bis 10.000 €.

Dabei spielt es auch eine Rolle, um welche Montageart der Luftwärme­pumpe es sich handelt. Bei einem Split-Gerät mit einer Außen- und Inneneinheit beschränken sich die zusätzlichen Ausgaben in der Regel auf einen Wanddurchbruch und gegebenenfalls das Gießen eines kleinen Fundaments für das Außen­gerät. Der Aufwand für die Installa­tion eines Monoblock-Geräts ist etwas größer. Denn es benötigt ein größeres Wärmepumpen-Fundament und gedämmte Wärmeleitungen zur Heizungsanlage im Haus.

Die Kosten eines Luftwärmepumpen-Einbaus setzen sich aus den Hand­wer­ker­leistungen für folgende Ar­beiten und den dafür verwendeten zusätzlichen Komponenten zusam­men:

  • Planung und Auslegung: Dimensionierung der Anlage passend zum Gebäude (Heiz­lastberechnung)
  • Aufstellung des Außen­ge­räts: inklusive Erstellung ei­nes Fundaments oder einer Wandhalterung
  • Installation der Inneneinheit: Platzierung und Montage
  • Verbindungsleitungen: Ver­legung der Kältemittel- und/oder Wasserleitungen zwischen Außen- und Innen­einheit
  • Elektrischer Anschluss: Ver­kabelung und Anschluss an den Hausstrom (ggf. separater Zähler für Wärmepumpen­strom­tarif)
  • Hydraulischer Anschluss: Einbindung in das bestehende Heizsystem (Anschluss an Heizkreislauf und Warm­wasser­speicher)
  • Inbetriebnahme und Ein­weisung: Einstellung der Regelung und Erklärung der Funktionen

Durch zusätzliche Posten können die Installationskosten sogar auf 15.000 € oder mehr ansteigen:

  • Demontage und Entsorgung der alten Heizung
  • Anschaffung und Installation eines Pufferspeichers: not­wen­dig zur Optimierung des Betriebs und zur Überbrü­ckung der EVU-Sperre
  • Anschaffung und Installation eines Warmwasserspeichers: falls noch nicht vorhanden oder der alte nicht kompatibel ist
  • Anpassungen am Heizver­teilsystem: eventuell Aus­tausch alter Heizkörper gegen Niedertemperatur-Heizkörper oder Einbau einer Fußboden­heizung für effizienteren Betrieb
  • Kernbohrungen: für die Lei­tungsdurchführung durch Wände
  • Fundamentarbeiten: je nach Untergrund und Aufstellort
Kostenfaktor Durchschnittliche Kosten Anmerkungen
Zusatzkomponenten 6.000 € - 12.000 € diverse Kleinteile wie Filter, Sicherheitsventile, Ausdehnungsgefäße, Befestigungsmaterial, Dämmstoffe etc. (nicht immer separat ausgewiesen)
Demontage der Altanlage 500 € - 1.500 € optional, je nach Eigenleistung
Pufferspeicher (inkl. Einbau) 1.500 € - 4.000 € oft notwendig für Effizienz
Warmwasserspeicher (inkl. Einbau) 1.000 € - 3.000 € falls benötigt
Zählerschrank 4.000 € sollte er für den Anschluss ans Hausnetz erneuert werden müssen
Elektrischer Anschluss 1.000 € Verkabelung, ggf. Installation von separatem Stromzähler
Hydraulischer Abgleich 3.000 € Voraussetzung für Förderung; ggf. Austausch der Ventile
Fundament 500 - 2.000 € je nach Größe des Außengeräts
Kernbohrung 300 € durch die Außenwand, für die Leitungen
KfW-Förderantrag 600 € wenn du ihn vom Fachbetrieb/Energieberater stellen lässt
Anpassung Heizkörper/Heizsystem stark variabel abhängig vom Umfang, ggf. mehrere tausend Euro

Besonders im Altbau summieren sich oft mehrere dieser Kostenfak­toren. Du solltest daher eine beson­ders sorgfältige Planung und Bera­tung einplanen. Die reinen Kosten für die Wärmepumpe und ihre Installa­tion sind oft nur ein Teil der notwen­digen Gesamtinvestition, wenn flan­kierende Maßnahmen wie Däm­mung oder Heizkörperoptimierung für einen wirtschaftlichen Betrieb erforderlich werden.

ℹ️ Tipp: Hol dir mindestens drei detaillierte Angebote von qualifi­zierten Heizungsfachbetrieben ein. Vergleiche nicht nur den Endpreis, sondern achte genau auf den Leistungsumfang: Enthält das Angebot neben dem Gerät auch Speicher und Regelung? Sind alle nötigen Installationsarbeiten – Montage, Elektro, Fundament, hydraulischer Abgleich – enthalten?

Mit Angebotsvergleich Kosten sparen

Die Kosten für eine Luftwärme­pum­pe und ihre Installation können von Firma zu Firma variieren. Wir finden nicht nur zu deinem Haus passende Modelle, sondern bringen dich auch mit mehreren Fachbetrieben in Kontakt. Vergleich deren Angebote und spare beim Einbau deiner neuen Heizung.

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Förderung lässt bei Luft-Was­ser-Wärmepum­pe die Kosten sinken

Wenn du eine alte Heizung ersetzt, musst du die Kosten nicht allein tragen. Dann unterstützt dich der Staat mit einem Zuschuss von bis zu 70 Prozent. Diesen erhältst du über die Bundes­förderung für effiziente Gebäude (BEG). Den Antrag für eine Wärme­pumpen-Förderung stellst du bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) – und zwar bevor du einen Fachbetrieb beauftragst oder die Wärmepumpe kaufst. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass du bereits das Angebot eines Fachbetriebs vorliegen hast.

Aktuelle Fördersätze für Luftwär­me­pumpen (BEG EM - Einzelmaß­nahmen):

Förderkomponente Fördersatz Bedingung
Grundförderung 30 % Einbau einer förderfähigen Wärmepumpe (muss bestimmte Effizienzkriterien erfüllen, z.B. jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz ηs)
Klimageschwindigkeitsbonus 20 % Ersatz einer noch funktionierenden fossilen Heizung (Öl, Kohle, Gas-Etagenheizung, Nachtspeicher; Gaszentralheizung ≥ 20 Jahre), Selbstnutzer
Effizienzbonus 5 % Nutzung eines natürlichen Kältemittels (z.B. Propan R290)
Einkommensbonus 30 % Selbstnutzer, Haushaltseinkommen ≤ 40.000 €/Jahr
Maximale Förderrate 70 % Obergrenze für die Summe der Boni
Maximale förderfähige Kosten 30.000 € Für ein Einfamilienhaus bzw. die erste Wohneinheit
Maximaler Zuschuss 21.000 € 70 % von 30.000 €

💶 Beispielrechnung mit Förderung:

Du ersetzt eine 25 Jahre alte Gashei­zung durch eine Propan-Wärmepum­pe. Deren Gesamtkosten betragen 28.000 €. Dein Haushaltseinkommen liegt über 40.000 €.

  • Grundförderung: 30 %
  • Klima-Geschwindigkeits­bonus: 20 %
  • Effizienzbonus: 5 %
  • Fördersumme: 55 % von 28.000 € = 15.400 €

-> Deine tatsächlichen Kosten: 28.000 € - 15.400 € = 12.600 €

ℹ️ Tipp: Lass dir die Förderung nicht entgehen. Durch sie sinken die Kosten der Wärmepumpe auf das Niveau einer neuen Gasheizung.

Finanzierungshilfe

Dein Eigenkapital reicht nicht aus, um die Luftwärmepumpe-Kosten zu bezahlen? Die KfW bietet Eigenheimbesitzern zusätzlich zum Förderzuschuss einen zinsgünstigen Ergän­zungs­kredit (Programm 358/359) an. Voraussetzung dafür ist, dass dein jährliches Haushaltseinkommen unter 90.000 € liegt. Verdienst du mehr, bekommst du ihn zu marktüblichen Konditionen.

Ordner mit Unterlagen zur Heizungsförderung auf mehreren Geldscheinen
Der Staat fördert Luft-Wasser-Wärmepumpen mit hohen Zuschüssen. | Foto: studio v-zwoelf – stock.adobe.com

Wie hoch sind die Heizkosten einer Luftwär­me­­pum­pe?

Während die Anschaffung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe mit hohen Kosten zu Buche schlägt, zeigt sie sich im Betrieb sparsam. So verursacht der Strom für den Antrieb von Kompressor und Pumpen bei einer Luftwärmepumpe Kosten von 50 - 200 € pro Monat. Mit ihr heizt du somit meist günstiger als mit einer Gas- oder Ölheizung.

Stromkosten einer Luft-Wasser-Wär­me­pumpe pro Jahr

Die Höhe der jährlichen Stromkosten hängt von drei Faktoren ab:

  1. Wärmebedarf deines Hauses: Wie viel Heizenergie du pro Jahr benötigst, richtet sich nach der Größe und Däm­mung deines Gebäudes sowie danach, wie viel du heizt.
  2. Effizienz der Luftwärme­pumpe: Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt an, wie viele Einhei­ten Wärme die Pumpe durch­schnittlich über das Jahr aus einer Einheit Strom erzeugt. Eine JAZ von 3 bedeutet: 3 kWh Wärme aus 1 kWh Strom. Je höher die JAZ ausfällt, desto niedriger sind deine Stromkosten.
  3. Strompreis: Aktuell liegen die regulären Strompreise zwischen 0,27 € und 0,37 € pro kWh – wobei du als Neukunde in der Regel weniger zahlst. Es gibt aber auch spezielle, günstigere Wärmepumpen­strom­tarife. Für diese brauchst du jedoch einen separaten Zähler, der seiner­seits Kosten verursacht.

Berechnungsformel: jährliche Strom­kosten = (jährlicher Wärme­bedarf / JAZ) x Strompreis pro kWh

💶 Beispielrechnungen verdeut­li­chen die Bandbreite der jährlichen Stromkosten:

  • Neubau (10.000 kWh), JAZ 4,0, Strompreis 27 Cent/kWh: 675 €/Jahr
  • Sanierter Altbau (15.000 kWh), JAZ 3,0, Strompreis 30 Cent/kWh: 1.5000 €/Jahr
  • Unsanierter Altbau (25.000 kWh), JAZ 2,5, Wärmepumpen­strom 20 Cent/kWh: 2.000 €/Jahr

Diese Beispiele zeigen: Die Däm­mung des Hauses und die Effizienz der Anlage (JAZ) haben bei einer Luftwärmepumpe einen enormen Einfluss auf die laufenden Kosten.

In schlecht gedämmten Altbauten kann der Stromverbrauch einer Wärmepumpe sehr hoch sein, was sie weniger wirtschaftlich macht. Energetische Sanierungsmaß­nah­men, wie die Verbesserung der Däm­mung, sind daher oft eine sinnvolle Begleitmaßnahme zur Wärmepum­pen-Installation.

In ausreichend gedämmten Häusern sind dagegen Einsparungen von 30 – 45 % gegenüber einer alten Gas- oder Ölheizung durchaus realis­tisch. Dieser Kostenvorteil der Wär­me­pumpe wird sich in Zukunft sehr wahrscheinlich vergrößern. Denn die steigende CO2-Steuer und der ab 2028 beginnende Emissionshandel werden die Preise für fossile Brenn­stoffe anheben. Beim Gaspreis kom­men noch steigende Netzentgelte dazu.

ℹ️ Tipp: Auch der Strompreis ent­scheidet darüber, wie hoch bei einer Luftwärmepumpe die Kosten pro Monat und Jahr ausfallen. Mit einem dynamischen Stromtarif profitierst du in Zeiten niedriger Börsenpreise. Die Wärmepumpe mit einer Photo­vol­taikanlage zu kombinieren, senkt die Stromkosten noch weiter.

Taschenrechner mit "HEIZ-KOSTEN" auf dem Display + Thermostat und Geldscheine
Je effizienter die Luftwärmepumpe, desto niedriger fallen die Heizkosten aus. | Foto: SZ-Designs – stock.adobe.com

Wartungskosten niedriger durch Wegfall der Schorn­steinfegerbesuche

Für eine Luftwärmepumpe wird eine jährliche Wartung empfohlen, um die Effizienz und Langlebigkeit sicherzu­stellen und Störungen vorzubeugen. Die Kosten hierfür liegen meist zwischen 150 € und 400 € pro Jahr. Mit Wartungsvertrag können sie niedriger ausfallen. Schorn­stein­fegerkosten entfallen in der Regel – es sei denn, du betreibst die Wärmepumpe im Hybridsystem mit einer Gas- oder Ölheizung bezie­hungsweise einem Kaminofen.

Tipps: So sparst du bei Kauf und Betrieb

Folgende Maßnahmen helfen dir dabei, sowohl die Investitions- als auch die laufenden Kosten einer Luftwärmepumpe zu optimieren:

1. Gebäude energe­tisch optimieren

  • Dämmung verbessern: Redu­zierst du deinen Wärmebedarf durch das Dämmen von Dach, Fassade oder Kellerdecke oder den Austausch alter Fenster, senkst du den Stromver­brauch der Wärmepumpe direkt und dauerhaft. Diese Maßnahmen werden ebenfalls gefördert.
  • Heizsystem anpassen: Ein hydraulischer Abgleich des Heizsystems sorgt für eine gleichmäßige Wärmevertei­lung. Dadurch lässt sich oft die Vorlauftemperatur redu­zieren. Der Einbau einzelner Niedertemperatur-Heizkörper kann die Effizienz der Wär­mepumpe ebenfalls steigern.

2. Anlage richtig wählen

  • Achte bei der Auswahl der Wärmepumpe auf eine hohe Jahresarbeitszahl (JAZ) bzw. einen guten sCOP-Wert. Effi­zientere Geräte sind zwar teurer in der Anschaffung, sparen aber über die Jahre Stromkosten.
  • Lass die benötigte Heizleis­tung von einem Fach­mann exakt berechnen. Eine falsch dimensionierte Anlage – zu groß oder zu klein – arbeitet ineffizient und verursacht unnötige Kosten.

3. Regelmäßige War­tung durch­führen

Eine jährliche Inspektion und War­tung durch einen Fachbetrieb stellt sicher, dass die Wärmepumpe effi­zient arbeitet, beugt teuren Repara­turen vor und verlängert die Lebens­dauer deiner Anlage.

Meine Meinung: Luftwär­mepumpen sind die Anschaffung meist wert

Die Investitionskosten für eine Luftwärmepumpe wirken auf den ersten Blick vielleicht ab­schreckend. Durch die staatliche Förderung lassen sie sich jedoch in den meisten Fällen um etwa die Hälfte reduzieren. Dies macht Luftwärmepumpen kon­kurrenzfähig zu fossilen Heiz­systemen.

Ihre Betriebskosten hängen maß­geblich vom Stromver­brauch ab, der durch die Effi­zienz der Wärmepumpe und den energetischen Zustand Ihres Hauses bestimmt wird. In gut gedämmten Gebäuden mit passendem Heizsystem arbeitet eine Luftwärmepumpe bereits heute günstiger als eine Gas- oder Ölheizung. In der Regel dauert es 10–15 Jahre, bis sich die Anschaffungskosten durch Einsparungen bei den Heizkos­ten amortisieren. Steigende Preise für Gas und Öl werden die Wirtschaftlichkeit der Wärme­pum­pe noch weiter verbessern.

Viele Vorteile: Berücksichtige neben den reinen Kosten auch Umweltaspekte, Unabhängigkeit von Energie-Importen und die Wertsteigerung deiner Immo­bilie.

Frau mit braunen Haaren und schwarzem Oberteil vor grünem Hintergrund lächelt in die Kamera.
Ariane Müller

Fachredakteurin für Energiethemen

Ich recherchiere und rechne, analysiere Forschungsdaten und Förderprogramme – damit du auf einen Blick erfährst, welche Maßnahmen sich für dein Haus lohnen. Als Altbau-Besitzerin weiß ich aus eigener Erfahrung, wie kostspielig Sanierungen sein können und wie wichtig es ist, gut informiert zu sein.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Luftwärmepum­pen & ihren Kos­ten

Was kostet eine Luftwär­me­pumpe für ein Einfa­mi­lienhaus?

Bei einer für ein Einfamilienhaus typischen Luft-Wasser-Wärmepumpe von 10 kW liegt der Preis je nach Hersteller, Modell und Effizienz zwischen 8.000 und 13.000 €.

Wie hoch sind die Kosten für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive Montage?

Die Kosten für eine Luftwärme­pumpe mit Einbau belaufen auf etwa 20.000 bis 45.000 Euro. Aller­dings lassen sich bis zu einer Investitionssumme von 30.000 Euro 30 bis 70 Prozent an Förde­rung abziehen.

Wie hoch sind bei einer Luftwärmepumpe die Kosten pro Monat?

Der Strom für eine Luftwärmepum­pe kostet zwischen 50 und 200 Euro pro Monat. Zusätzlich hast du pro Jahr Wartungskosten von 150 bis 400 Euro.

Mit Angebotsvergleich Kosten sparen

Die Kosten für eine Luftwärme­pum­pe und ihre Installation können von Firma zu Firma variieren. Wir finden nicht nur zu deinem Haus passende Modelle, sondern bringen dich auch mit mehreren Fachbetrieben in Kontakt. Vergleich deren Angebote und spare beim Einbau deiner neuen Heizung.

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