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Kosten einer Solaranlage: Günstig in An­schaffung & Betrieb

Wenn du dir jetzt eine Solaran­lage zulegst, profitierst du von Anschaffungskosten auf Rekord­tief. Aktuell erhältst du auch noch Einspeisevergütung. Der Hauptgrund aber, warum eine PV-Anlage ihren Preis wert ist, sind die Kosten, die du mit ihr sparst. Musst du doch mit eige­nem Solarstrom weniger vom teuren Netzstrom einkaufen.

Neue Solaranla­ge: Kosten, Ersparnisse & Amortisation

Das kostet eine Solaranlage 2026
  • Preistief: Eine 10-kWp-An­lage kostet ohne Spei­cher durchschnittlich 12.000–14.300 €.
  • Speicher-Check: Ein 10 kWh-Batteriespeicher kos­tet etwa 3.250 € und er­höht den Eigenverbrauch auf bis zu 80 %.
  • Amortisation: Ohne Spei­cher rechnet sich die Anla­ge nach 8–10 Jahren, mit Speicher nach etwa 10–14 Jahren.
  • Kauf vs. Miete: Mieten ist eine Kostenfalle; über 20 Jahre zahlst du oft das Doppelte oder Dreifache des Kaufpreises.

So viel kostet ei­ne schlüssel­fer­tige Solaran­lage

Eine schlüsselfertige PV-Anlage für ein Einfamilienhaus kostet 2026 etwa 1.100 bis 1.500 Euro je Kilo­watt-Peak. Für eine Anlage mit einer Leistung von 10 kWp zahlst du im Schnitt 12.000–14.3000 Euro. Kaufst du sie mit Speicher für den Strom, liegt der Preis zwischen 18.000 und 20.300 Euro.

Installierte Leistung (kWp) Benötigte Dachfläche Preis pro kWp Kosten ohne Speicher Kosten mit Speicher
4 kWp 18 – 22 m² 1.700 € – 2.425 € 6.800 € – 9.700 € 11.500 € – 12.700 €
6 kWp 28 – 32 m² 1.450 € – 1.866 € 8.700 € – 11.200 € 13.000 € – 14.200 €
8 kWp 35 – 40 m² 1.312 € – 1.625 € 10.500 € – 13.000 € 16.500 € – 19.000 €
10 kWp 45 – 50 m² 1.200 € – 1.430 € 12.000 € – 14.300 € 18.000 € – 20.300 €
12 kWp 55 – 60 m² 1.108 € – 1.316 € 13.300 € – 15.800 € 19.500 € – 21.800 €
15 kWp 70 – 75 m² 1.033 € – 1.200 € 15.500 € – 18.000 € 23.000 € – 26.600 €

Die Kosten pro Fläche sind umso ge­ringer, je größer die Anlage ausfällt. So liegt bei 5 kWp der Preis pro Qua­dratmeter bei um die 230 Euro. Für eine 10 kWp-Anlage zahlst du dage­gen teils weniger als 200 Euro pro Quadratmeter.

Dachgröße Fläche in Quadratmetern Kosten pro Quadratmeter
Kleines Dach 25 – 28 m² 216 € – 233 €
Mittleres Dach 35 – 50 m² 180 € – 217 €
Großes Dach 72 m² 172 € – 195 €

Der Grund, warum eine 10 kWp-Anla­ge nicht doppelt so teuer ist wie eine mit 5 kWp? Die Fixkosten. Für das Gerüst zur Montage zahlst du einen Pauschalpreis – egal, ob du 10 oder 40 Module aufs Dach bringen lässt. Auch die Planung, Elektroinstallation und Anmeldung der Anlage sind nicht von deren Größe abhängig. Auf je mehr Module du diese Kosten ver­teilst, desto weniger musst du für jedes einzelne bezahlen.

Keine Steuern auf Solaranlage

Seit 2023 profitierst du von Steuererleichterungen:

  • Nullsteuersatz: Auf Kauf und Installation von PV-Anlagen bis 30 kWp zahlst du keine Mehrwertsteuer.
  • Einkommensteuer: Ein­nahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp sind steuerfrei.
  • Gewerbe: Eine Anmeldung beim Gewerbeamt ist für private Hausanlagen nicht mehr nötig.

Förderung hilft bei der Finanzie­rung

Hast du nicht genug Rücklagen, um die Kosten der Solaranlage auf ein­mal zu bezahlen, kannst du den KfW-Kredit 270 beantragen. Über diesen bekommst du zinsgünstig bis zu 100 Prozent der Kosten für Kauf und Installation finanziert.

Zusätzlich vergeben viele Städte und Bundesländer Zuschüsse für Photovoltaik-Anlagen oder deren Komponenten:

  • Berlin: bis zu 4.750 Euro Zu­schuss für einen neuen Spei­cher & 750 Euro für Umbau des Zählerschranks
  • Hamburg: Übernahme von bis zu 60 Prozent der Kosten von PV-Gründächern
  • Sachsen: Kredite mit Erlass von 20 Prozent der Ausgaben & bis zu 2.500 Euro Zuschuss für Speicher
  • Regensburg: 100 Euro für jeden Kilowatt-Peak Leistung
  • Düsseldorf: bis zu 3.000 Euro für Anlage und Speicher zu­sammen

Auch Städte wie Mannheim, Mün­chen, Münster und Stuttgart haben eigene Programme.

ℹ️ Tipp: Fördertöpfe sind schnell ausgeschöpft. Überprüfe den aktuel­len Stand anhand der Förderdaten­bank. Frage außerdem bei deiner Ge­meinde oder Stadtverwaltung nach Photovoltaikförderung, bevor du den Vertrag für die Anlage unterschreibst.

Die Kosten der einzelnen Bau­teile im Detail

Früher waren die Module das Teuers­te an einer Solaranlage. Heute ma­chen sie nur noch etwa 15–22 Prozent der Gesamtkosten aus. Der Wechsel­richter schlägt mit etwa 10–20 Pro­zent zu Buche. Gleiches gilt für die Unterkonstruktion. Rund die Hälfte der Kosten entfällt auf Planung, Mon­tage und den Anschluss der Anlage.

 

Der Preis pro Platte: Moderne Module günstig wie nie

Im Frühjahr 2026 liegt der Durch­schnittspreis für ein Solarmodul bei nur noch 90 Euro. Die Spanne reicht von 50 bis 170 Euro pro Stück.

Glas-Glas-Module sind der neue Standard. Sie sind feuerfest, robust gegen Hagel und Sturm und halten bis zu 40 Jahre. Durch Massenpro­duktion sind ihre Preise inzwischen unter die der weniger langlebigen Glas-Folie-Module gesunken.

Modul-Art Preis pro kWp Situation am Markt
Glas-Glas 186 € neuer Standard, sehr langlebig und sicher
Glas-Folie 193 € altes Modell, wird seltener produziert

Auch im Inneren der Module gibt es Unterschiede: Neue Zelltechnologien wie TOPCon oder HJT bieten Wir­kungsgrade von fast 25 Prozent. PERC-Zellen sind zum Auslaufmodell geworden, da sie anfälliger für Leis­tungsverluste sind.

Zelltyp Preis pro kWp Situation am Markt
TOPCon oder HJT 150 € – 360 € sehr hohe Leistung, teuer bei Premium-Marken
PERC-Zellen 240 € – 290 € veraltet, nur noch Restbestände verfügbar

ℹ️ Tipp: Achte in deinem Angebot auf Glas-Glas-Module mit TOPCon-Zellen für eine lange Lebensdauer und maximale Erträge.

Jetzt kaufen oder weiter sinkende Preise abwar­ten?

Zehn Jahre ging es mit den Prei­sen für Solarmodule kontinuier­lich abwärts:

Jahr Preis für Module pro Watt Preis der Anlage pro Kilowatt-Peak
2016 0,50 € ca. 2.000 €
2020 0,25 € ca. 1.500 €
2024 0,13 € ca. 1.293 €
2026 0,09 € – 0,12 € 1.015 € – 1.400 €

Diese Entwicklung stoppt im Jahr 2026. Der chinesische Staat streicht seine Exporthil­fen für Hersteller. Gleichzeitig verteuern sich wichtige Roh­stoffe wie Silber und hochreines Silizium. Marktbeobachter wie pvexchange rechnen mit einem Preisanstieg bei Solarmodulen von 20–30 Prozent. Bald wirst du wohl bis zu 10 Prozent mehr für eine schlüsselfertige Solar­anlage bezahlen müssen.

ℹ️ Tipp: Hol dir eine Solaranlage, solange die Modulpreise noch niedrig sind.

Hirn und Halt deiner Anlage: Das kosten Wechselrichter und Befestigung

Damit du den Gleichstrom der Modu­le im Haus nutzen kannst, brauchst du einen Wechselrichter. Ein gutes Gerät kostet dich zwischen 1.050 und 1.800 Euro. Heute wird meist ein Hybrid-Wechselrichter verbaut, der die Anlage direkt mit dem Speicher verbindet. Wenn dein Dach viel Schatten hat, helfen Modul-Wechsel­richter. Sie sind aber teurer in der Anschaffung.

ℹ️ Tipp: Bilde Rücklagen, um den Wechselrichter nach etwa 15 Jahren austauschen zu lassen.

 

Um die Module auf dem Dach zu be­festigen, brauchst du eine Unterkon­struktion aus Aluminium. Für sie musst du rund 125 Euro pro Kilo­watt-Peak einplanen. Ein klassi­sches Satteldach mit Tonziegeln er­möglicht eine schnelle und günstige Befestigung. Schieferdächer oder Dächer mit spezieller Dämmung erfordern dagegen teure Spezial­schrauben und mehr Arbeitszeit. Auf Flachdächern braucht eine PV-Anla­ge schwere Gewichte für festen Halt. Das macht sie dort etwas teurer als auf schrägen Dächern.

ℹ️ Tipp: Lasse vorab prüfen, ob dein Dach das hohe Gewicht von Anlage und Schnee sicher trägt. Eventuell musst du zunächst Balken verstär­ken.

 

Montage & An­schluss der Anlage: Auf diese Kosten solltest du achten

Die Kosten für die Installation sind der größte Posten auf der Rechnung. Wie hoch sie ausfallen, hängt davon ab, wer die Anlage installiert und welche Arbeiten nötig sind.

 

Regionale Preisunter­schiede bei Handwer­ker­leistungen

Die Stundensätze der Handwerker richten sich nach den örtlichen Ge­gebenheiten wie Höhe der Löhne und Stärke des Wettbewerbs. So zahlst du etwa in Mecklenburg-Vorpom­mern deutlich weniger für die Instal­lation als im Saarland.

Regionale Montagekosten pro kWp:

  • Günstig (300–450 Euro): Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt
  • Mittel (400–550 Euro): Nordrhein-Westfalen, Nieder­sachsen, Schleswig-Holstein
  • Hoch: Großstädte wie München oder Stuttgart

ℹ️ Tipp: Hol dir mehrere Angebote ein. Dann erkennst du schnell, ob eine Firma zu teuer ist.

Solarteur zeigt lächelnd auf Solaranlage
Die Kosten von Solarteuren unterscheiden sich von Region zu Region. | Foto: OpticalDesign – stock.adobe.com

 

Kosten, die im Angebot auftauchen sollten

Manche Firmen locken im Internet mit billigen Angeboten, verschwei­gen dabei aber wichtige Kosten. Um dir zusätzliche Rechnungen zu er­sparen, achte darauf, dass alle Pos­ten bis zur Anmeldung beim Netzbe­treiber im Preis enthalten sind.

Ein solides Gerüst ist zum Schutz der Arbeiter gesetzlich vorgeschrie­ben. Es kostet meist zwischen 500 und 1.500 Euro. Wenn das Haus sehr hoch ist oder auf einem steilen Hang steht, erschwert dies den Aufbau und erhöht den Preis.

Auch der finale Anschluss der Anla­ge an das Stromnetz der Stadt kos­tet extra. Ein Elektriker verlangt da­für meist 500 bis 1.000 Euro.

Für den Anschluss einer Solaranlage muss der Zählerschrank auf dem neuesten Stand der Technik sein. In vielen älteren Häusern erfüllt er nicht die aktuellen VDE-Normen. Ein Um­bau kostet schnell zwischen 1.500 und 4.500 Euro.

ℹ️ Tipp: Bis zu 70 % der Kosten für einen neuen Zählerschrank kannst du dir vom Staat fördern lassen, wenn du zeitgleich eine Wärmepum­pe einbaust.

Checkliste für deinen Angebotsvergleich

Lass dich nicht von blumigen Versprechen blenden und prüfe jede Offerte auf Herz und Nieren.

  • Vollständigkeit: Sind Gerüst, Dachfangschutz und alle Anschlusskosten als Festpreis enthalten?
  • Hardware: Werden die Mo­dule und der Wechsel­rich­ter mit exakter Modellbe­zeichnung genannt?
  • Garantien: Unterscheide zwischen gesetzlicher Gewährleistung, Produkt­garantie und Leistungs­garantie.
  • Realismus: Misstraue Prognosen, die Eigenver­brauchsquoten von über 50 % ohne Speicher ver­sprechen.
  • Anmeldung: Ist die Regis­trierung im Marktstamm­datenregister eine Inklu­sivleistung des Solarteurs?

Ein seriöses Angebot sollte im­mer schlüsselfertig sein und den Endpreis für alle Arbeiten auflisten.

Wirtschaftlich­keit einer Solar­an­lage: Wann du mit ihr Ge­winn machst

Eine Solaranlage ohne Speicher hat ihre Kosten meist schon nach 8 bis 10 Jahren wieder eingespielt. Mit ei­ner Batterie dauert es durch den hö­heren Kaufpreis oft etwas länger, et­wa 10 bis 14 Jahre. Da moderne Mo­dule heute bis zu 40 Jahre halten, machst du danach viele Jahre lang reinen Gewinn. Über die gesamte Laufzeit kann ein solches System deinem Haushalt über 20.000 Euro an Profit bringen.

💶 Rechenbeispiel für eine 10-kWp-Anlage:

  • Investition: ca. 13.400 € (ohne Speicher)
  • PV Ertrag pro Jahr: ca. 10.000 kWh
  • Ersparnis: ca. 1.200 € bis 1.800 € jährlich (je nach Eigenver­brauch)
  • Amortisation: nach ca. 8 bis 12 Jahren

Du sparst zum einen durch die staat­liche Einspeisevergütung, vor allem aber, indem du weniger Netzstrom einkaufen musst.

 

Mit deinem Strom Geld verdienen

Wenn du deinen Solarstrom ins Netz leitest, zahlt dir der Staat dafür 20 Jahre lang einen festen Betrag – die Einspeisevergütung. Deren Höhe richtet sich nach dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Im Frühjahr 2026 liegt der Satz für Anlagen bis 10 Kilo­watt-Peak bei 7,78 Cent pro Kilowatt­stunde. Ab August 2026 sinkt er wie­der um ein Prozent.

Größe der Anlage Preis bei Überschuss-Einspeisung Preis bei Volleinspeisung
bis 10 kWp 7,78 Cent/kWh 12,35 Cent/kWh
10 bis 40 kWp 6,74 Cent/kWh 10,35 Cent/kWh

Ist bereits zu viel Strom im Netz, wird der Strompreis an der Börse nega­tiv. Der Staat zahlt in diesem Zeit­raum kein Geld mehr aus. Die Stun­den ohne Vergütung werden aber am Ende der 20 Jahre angehängt. Dir geht also kein Geld verloren, du er­hältst es nur später.

❗️Achtung: Aktuelle Pläne der Politik sehen vor, die Einspeisevergütung für PV-Anlagen bis 30 kWp zu strei­chen. Entscheide dich daher bald für eine PV-Anlage, um dir noch die Ver­gütung für die nächsten 20 Jahre zu sichern.

 

Dein Hauptgewinn: Kosten sparen durch Eigennutzung

Den meisten Gewinn machst du mit deiner Solaranlage dadurch, dass du weniger vom teuren Netzstrom ein­kaufen musst. So kostet dich der selbst erzeugte Strom laut Fraunho­fer Institut zwischen 6,5 und 14,4 Cent je Kilowattstunde. Nutzt du ei­nen Batteriespeicher, liegt der Preis bei 6–22,5 Cent. Im Gegensatz dazu verlangen Stromanbieter aktuell rund 30 Cent je kWh für Netzstrom. Mit jeder Kilowattstunde Solarstrom sparst du also teils über 20 Cent. Der Eigenverbrauch lohnt sich somit mehr als das Einspeisen deines Stroms ins Netz, für das du weniger als 8 Cent je kWh erhältst.

ℹ️ Tipp: Plane deine Anlage so, dass du möglichst viel Strom direkt in deinem eigenen Haushalt nutzt.

Grafik mit 7 Tipps, um den Eigenverbrauch von PV-Strom zu erhöhen
6 Wege, um möglichst viel Solarstrom selbst zu nutzen | Grafik: TapTapHome  

 

Warum ein Speicher heute fast immer sinnvoll ist

Ein Speicher ist heute bei fast jeder Neuinstallation dabei, da er den Eigenverbrauch von etwa 30 % auf bis zu 70 oder 80 % erhöht. Dadurch musst du zwar zunächst mehr inves­tieren, sicherst dir so aber günstigen Strom für den Abend, statt ihn mit­tags günstig oder gar kostenlos ins Netz fließen zu lassen.

Die Speicherpreise sind seit 2010 um etwa 95 % gesunken. Ein 10 kWh-Speicher kostete 2010 noch 60.000 Euro, im Jahr 2026 nur noch circa 3.250 Euro. Als Faustregel gilt: Ein Speicher lohnt sich, wenn er we­niger als 600 Euro pro kWh Kapazi­tät kostet.

Kapazität Kosten pro kWh Gesamtkosten Speicher
5 kWh 420 € – 800 € 2.100 € – 4.250 €
10 kWh 325 € – 470 € 3.250 € – 4.700 €
15 kWh 315 € – 450 € 4.725 € – 6.750 €

Die HTW Berlin empfiehlt eine genau­e Abstimmung der Kapazität auf den eigenen Bedarf. Eine bewährte Faust­formel lautet: 1 kWh Speicherkapa­zität pro 1 kWp PV-Leistung. Ein zu großer Speicher wird im Winter nie voll und im Sommer nie leer, was die Wirtschaftlichkeit verschlechtert.

ℹ️ Tipp: Passe die Größe deines Spei­chers genau an deinen nächtlichen Verbrauch an. Dann macht er dich unabhängiger vom Netz und von künftigen Erhöhungen der Strom­prei­­se.

 

Mehr sparen durch Wärmepumpe und Elektroauto

Dein finanzieller Nutzen steigt, wenn du deine PV-Anlage mit größeren Stromverbrauchern verbindest. So kannst du per intelligenter Wallbox ein Elektroauto mit deinem Solar­strom laden. Bei einer durchschnitt­lichen Fahrleistung von 15.000 Kilo­metern spart das jährlich über 500 Euro.

Hast du eine Wärmepumpe, kannst du in Kombination mit einem Spei­cher etwa 30–50 % des Heizstrom­bedarfs solar decken. Im Frühling und Herbst übernimmt die PV-Anlage oft 40–60 % des Wärmepumpen­stroms. Im Sommer sorgt sie fast im Alleingang für das Warmwasser.

Haushaltstyp Jährlicher Bedarf an Strom Empfohlene Größe der Anlage
Nur Haushalt 3.000 – 4.000 kWh 5 – 7 kWp
Haushalt + Wärmepumpe 7.000 – 9.000 kWh 9 – 11 kWp
Haushalt + WP + E-Auto >10.500 kWh 12 – >15 kWp

ℹ️ Tipp: Dimensioniere deine Anlage gleich größer, wenn du zukünftig auch elektrisch fahren und heizen willst.

Garage mit E-Auto, das über eine Wallbox PV-Strom lädt
Mit dem Strom deiner PV-Anlage kannst du ein E-Auto betanken und so Kosten sparen. | Foto: BASILICOSTUDIO STOCK – stock.adobe.com 

 

Laufende Kosten sind überschaubar

Eine Solaranlage arbeitet sehr war­tungsarm und verursacht nur gerin­ge Unterhaltskosten. Rechne pro Jahr mit Ausgaben in Höhe von 1–2 % dei­ner Investitionssumme.

Art der Kosten Wie oft fällig? Ungefähre Kosten
Versicherung jährlich 200 € – 220 €
Wartung alle 2 Jahre 150 € – 250 €
Zählermiete (Smart Meter) jährlich 50 € – 140 €
Reinigung alle 5 Jahre ca. 2,50 € pro m2
  • Smart Meter: Dein Netzbetrei­ber erhebt für den intelligenten Stromzähler Gebühren. Der Ge­setzgeber deckelt diese Zähler­kosten für Anlagen bis 15 kWp auf 50 Euro pro Jahr. Ist die Anlage größer, steigt die Ge­bühr auf bis zu 140 Euro pro Jahr.
  • Wartung: Eine PV-Anlage soll­test du regelmäßig überprüfen lassen, um Schäden und Brän­de zu verhindern. Viele Firmen bieten dafür Wartungsverträge an. Ein Elektriker kommt dann alle zwei Jahre vorbei, um sich die Kabel und den Wechselrich­ter anzuschauen. Das kostet dich im Durchschnitt 150–250 Euro pro Jahr.
  • Versicherung: Eine PV-Anlage liegt bei Sturm und Hagel schutz­los auf dem Dach. Eine Betreiberhaftpflicht zahlt, wenn ein Teil der Anlage vom Dach weht und ein Auto trifft. Sie kostet etwa 50–70 Euro im Jahr. Sehr wichtig ist auch eine Allgefahren-Versicherung. Sie hilft bei Schäden durch Blitz­schlag, Hagel oder wenn ein Marder die Kabel zerbeißt. Ihre Kosten liegen bei etwa 150 Eu­ro im Jahr.
  • Reinigung: Das Reinigen der Module ist nur bei starker Ver­schmutzung oder sehr flachen Dächern nötig. Denn Regen wäscht den Großteil des Schmut­zes von den glatten Glasscheiben. Wenn das Dach aber sehr flach ist, fließt das Wasser schlecht ab. Stehen Bäume in der Nähe, fallen Blät­ter und Pollen auf die Module. Dreckige Module produzieren weniger Strom. Eine professio­nelle Reinigung kostet etwa 2,50 Euro pro Quadratmeter. Das sind bei einem durch­schnitt­lichen Haus schnell über 100 Euro. Meist reicht es aber aus, die Anlage alle fünf Jahre reinigen zu lassen.

ℹ️ Tipp: Schließe eine spezielle Photo­voltaik-Versicherung ab, um dich gegen Unwetterschäden abzu­sichern.

Kauf schlägt Miet­modell in jeder Hin­sicht

Viele Firmen werben mit dem Modell "Solaranlage mieten". Dies ver­spricht keine Anschaffungskosten und ein Rundum-Sorglos-Paket in­klusive Wartung und Versicherung. Langfristig entpuppt sich diese Mie­te jedoch als Kostenfalle.

Die monatliche Rate liegt meist zwi­schen 100 und 300 Euro über eine Laufzeit von 20 Jahren:

  • Gesamtkosten Miete: ca. 36.000–53.000 €
  • Gesamtkosten Kauf: ca. 15.000–25.000 €

Du bezahlst als Mieter die Anla­ge faktisch zwei- bis dreimal. Zu­dem musst du auf jede Mietrate vol­le neunzehn Prozent Mehrwert­steuer abführen.

 

Die Miete hat noch andere Tücken:

Dein Dach ist für 20 Jahre blockiert. Wenn du das Haus nach zehn Jahren verkaufen willst, muss der neue Be­sitzer den teuren Mietvertrag über­neh­men. Das wollen viele Käufer nicht, was den Hausverkauf er­schwert.

Oft darfst du die Anlage nicht selbst verändern. Willst du sie erweitern oder den Speicher vergrößern, musst du die Mietfirma um Erlaubnis fra­gen. Die verlangt dann oft noch mehr Geld.

ℹ️ Tipp: Nimm lieber einen Kredit bei deiner Bank auf als einen teuren Mietvertrag zu unterschreiben.

Meine Meinung: Eine Solaranlage macht sich bezahlt

Solarenergie ist günstig, um­welt­freundlich und das ganze Jahr über frei verfügbar. Die Vor­teile einer PV-Anlage sind ein­deutig. Umso besser ist, dass du sie aktuell zu niedrigen Preisen bekommst. Die Gelegenheit ist also günstig, dich vom Strom­anbieter unabhängiger zu ma­chen.

Plane deine Solaranlage am bes­ten gleich so, dass sie nicht nur deine Haushaltsgeräte, sondern auch ein E-Auto und – sofern für dich eine Option – eine Wärme­pumpe versorgen kann. Deine Energie fürs Fahren und Heizen selbst zu produzieren, gibt dir nicht nur ein gutes Gefühl, son­dern entlastet auch deinen Geld­beutel. Eine Solaranlage ist die Investition also mehr als wert.

Frau mit braunen Haaren und schwarzem Oberteil vor grünem Hintergrund lächelt in die Kamera.
Ariane Müller

Fachredakteurin für Energiethemen

Ich recherchiere und rechne, analysiere Forschungsdaten und Förderprogramme – damit du auf einen Blick erfährst, welche Maßnahmen sich für dein Haus lohnen. Als Altbau-Besitzerin weiß ich aus eigener Erfahrung, wie kostspielig Sanierungen sein können und wie wichtig es ist, gut informiert zu sein.

FAQ: Häufig ge­stellte Fragen zu den Kosten einer Solaranlage

Wie hoch sind die Solar­anlage-Kosten pro kWp im Jahr 2026? 

Für eine fertige Anlage auf einem Einfamilienhaus musst du mit etwa 1.100 bis 1.500 Euro pro kWp rechnen. Je größer die Anlage ist, desto geringer wird der Preis pro installiertem Kilowatt-Peak.

Muss ich für meine So­laranlage Steuern zah­len?

Nein, für private Anlagen bis 30 kWp gilt aktuell ein Nullsteuersatz auf Kauf und Installation. Auch die Einnahmen aus dem verkauften Strom sind für diese Anlagengröße einkommensteuerfrei.

Lohnt sich ein Speicher trotz der zusätzlichen Kosten?

Ja, absolut. Ein Speicher steigert den Eigenverbrauch von 30 % auf bis zu 80 %. Da selbst erzeugter Strom deutlich günstiger ist als Netzstrom, erhöht sich durch ei­nen gut dimensionierten Speicher der Gewinn deiner Solaranlage.

Ist es besser, eine Solar­anlage zu mieten oder zu kaufen?

Der Kauf ist in fast jedem Fall die bessere Wahl. Während eine ge­mietete Anlage über 20 Jahre bis zu 53.000 € kosten kann, liegt der Kaufpreis für ein vergleichbares System oft nur bei 15.000 bis 25.000 €.

Welche laufenden Kosten fallen bei einer PV-Anlage an?

Du solltest jährlich etwa 1 bis 2 % der Investitionssumme für Versi­cherung, Wartung und Zählermiete einplanen.


Kostensparend zur Solaranlage

Die Kosten für eine Solaranlage unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. Über uns erhältst du Kontakt zu gleich mehreren So­larteuren in deiner Umge­bung. Indem du deren Angebote ver­gleichst, sicherst du dir deine Solaranlage zum bestmöglichen Preis.

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