Ölheizung oder Wärmepumpe? Was du bei deiner Heizungsentscheidung bedenken solltest
Die öffentliche Diskussion über ein mögliches Ölheizungsverbot oder die beste Heizung flammt seit Jahren immer wieder auf. Wir finden: Weniger diskutieren, mehr handeln! Darum ist es sinnvoll, wenn du dir schon bald überlegst, ob eine Ölheizung oder eine Wärmepumpe besser für dich und dein Haus ist. Wir zeigen dir alle Seiten beider Heizungssysteme auf. Damit hast du eine hervorragende Entscheidungsgrundlage.
Ölheizung oder Wärmepumpe: Die richtige Antwort heizt klimafreundlich!
Überlege, welche Heizung Zukunft hat
- Du denkst über eine neue Heizung nach? ➜ Wir empfehlen dir, direkt auf eine Wärmepumpe zu prüfen.
- Du überlegst, deine Öl-Brennwertheizung zu einer Hybridheizung aufrüsten? ➜ Dann bleibst du abhängig von Heizöl und mit Sicherheit steigenden Kosten. Es ist sinnvoll, diese Brückentechnologie zu überspringen und direkt komplett erneuerbar zu heizen.
- Du willst erst mal noch mit Öl weiterheizen und vielleicht irgendwann später zur Wärmepumpe wechseln? ➜ Dann entgeht dir vielleicht eine hohe Fördersumme. Denn es ist längst nicht mehr klar, dass die Förderkulisse so großzügig bleibt!
Inhalt
- Welche Wärmepumpe passt bei meinem Ölverbrauch?
- Gesetzliche Vorgaben weisen den Weg: aber nicht zur Ölheizung
- Checkliste: Voraussetzungen für den Einbau von Wärmepumpe oder Ölheizung
- FAQ
Die wichtigsten Unterschiede Ölheizung vs. Wärmepumpe im Überblick

Die Betriebskosten und Umweltaspekte hängen vom Haus ab. Die folgenden Zahlen sind Beispielberechnungen für ein Einfamilienhaus mit einem Wärmebedarf von 20.000 kWh pro Jahr.
Wärmepumpe allgemein
Ölheizung
Anschaffungskosten
Hoch bis sehr hoch: ca. 15.000 EUR - 35.000 EUR. Aber: Kosten sinken durch Förderung stark.
Mittel: als Neu-Hybrid oder im Bestand, ca. 10.000 EUR - 15.000 EUR für Kesseltausch. Achtung: Ab 2026 darfst du keine alleinige Ölheizung mehr neu installieren!
Betriebskosten (Jahr)
Niedrig bis Mittel: Beispiel: Jahresarbeitszahl (JAZ) 3,0 und 30 Ct/kWh Strom
20.000 kWh / 3,0 = 6.667 kWh Strom
6.667 kWh * 0,30 EUR = ca. 2.000 EUR
Hoch: Beispiel: Öl-Brennwert und 1,10 EUR/l Öl
20.000 kWh / 0,98 = 2.040l Öl
2.040 l * 1,10 EUR = 2.244 EUR + CO₂-Preis (2025: 55 EUR/t): ca. 298 EUR Gesamt = ca. 2.542 EUR
Förderung
Sehr hoch (BEG EM)30 bis 70 % der förderfähigen Kosten (max. 30.000 EUR) Maximaler Zuschuss: 21.000 EUR.
Keine.
Effizienz
Sehr hoch: Nutzt Umweltenergie. Aus 1 kWh Strom werden ca. 3-5 kWh Wärme (JAZ 3,0 - 5,0).
Hoch (Brennwerttechnik) Moderne Geräte nutzen das Öl mit ca. 98 % Effizienz. Bleibt aber zu 100 % von fossilem Brennstoff abhängig.
Umweltaspekte
Sehr gut, da lokal emissionsfrei. Mit Ökostrom CO₂-neutral.
Schlecht: Im Beispiel mit 2.040 l Öl Verbrauch werden ca. 5,4 Tonnen CO₂ pro Jahr ausgestoßen.
Zukunftssicherheit
Sehr hoch: Erfüllt die gesetzlichen Vorgaben
Sehr gering: Hohe Abhängigkeit vom Ölpreis und steigenden CO₂-Kosten. Sie betragen 2026: 65 EUR/t CO₂. Ölheizungs-Verbote drohen.
Welche Wärmepumpe passt bei meinem Ölverbrauch?
Für einen guten Anhaltspunkt, welche Heizleistung deine künftige Wärmepumpe etwa haben muss, rechnest du wie folgt.
- Dein Heizölbedarf: Wir gehen im Beispiel von 2.000 l pro Jahr aus, das ist typisch für einen wenig sanierten Altbau.
- Wärmebedarf deines Hauses: In einem Liter Heizöl stecken 10 kWh Heizwert. Du multiplizierst also Heizölverbrauch * Heizwert. 2.000 l * 10 kWh = 20.000
Dein Haus hat einen Wärmebedarf bzw. Energiebedarf von 20.000 kWh im Jahr.
- Heizleistung deiner Wärmepumpe: Du kannst überschlägig ermitteln, wie deine Wärmepumpe dimensioniert werden muss:
(Jahresverbrauch * Heizwert) / Betriebsstunden = benötigte Heizleistung. Also: (2.000 l * 10 kWh) / 2.000 h = 10 kW.
➜ Eine Wärmepumpe für dein Haus muss in diesem Beispiel eine Heizleistung von etwa 10 kW aufbringen.
Übersicht Ölverbrauch – Dimensionierung der Wärmepumpe
Liter Heizöl/Jahr
ca. kW Wärmepumpe
Mögliche Wärmepumpen-Modelle (Beispiel)
1.500
7,5
Vaillant aroTHERM plus
Viessmann Vitocal
2.000
10
Bosch Compress 7000i AW
DAIKIN Altherma 3 R
3.000
15
Buderus Logaplus WLW186i
Wolf CHA-16
4.000
20
Bosch Compress 5000 AW
Tecalor TTL 25 A
Kostenvergleich: 3.000 Euro Heizkosten mit Öl, 500 mit Wärmepumpe und PV
Anschaffung
➜ Nach Abzug der Förderung kostet deine Wärmepumpe dich etwa 10.000 bis 20.000 Euro.
➜ Eine neue Öl-Brennwertheizung kostet dich ohne Förderung etwa 10.000 bis 17.000 Euro.
Betrieb
➜ In deinem Altbau hast du mit einer Ölheizung pro Jahr etwa 3.000 Euro an Heizkosten, Tendenz steigend.
➜ Mit einer Wärmepumpe sind es etwa 2.400 Euro. Mit Wärmepumpe, PV und Stromspeicher zahlst Du pro Jahr im Idealfall etwa 500 Euro an Heizkosten. Denn in dieser Konstellation kannst du bis zu 80 % einsparen.
Wechsele von Öl zu Wärmepumpe und spare bis zu 80 Prozent Heizkosten ein
Wir vergleichen anhand des folgenden Beispielhauses und dessen Heizlast:
Ein ungedämmtes Altbau-Einfamilienhaus hat 120 qm Wohnfläche. Es hat eine Heizlast von 0,12 kW/qm/a.
Es gilt folgende Formel nach DIN EN 15378:
Wohnfläche in m² × spezifischer Wärmebedarf in kW/m² = Heizlast in kW.
120 qm x 0,12 kW = 14,4 kW
Die durchschnittlichen jährlichen Heizstunden betragen 2.000 Stunden.
14,4 kW x 2.000h = 28.800 kWh
Mit Ölheizung:
In einem Liter Heizöl stecken etwa 10 kWh.
Also 28.800 kWh / 10 = 2.880 Liter Heizöl jährlich.
Laut easyoil.com kosten 100 Liter Heizöl, Stand Oktober 2025, rund 92 Euro. Somit liegen die Ölkosten im Jahr bei 0,92 Euro pro Liter.
Die jährlichen Ölkosten betragen also in diesem Beispiel 2.880 Liter x 0,92 € = 2.649,60 Euro.
Hinzu kommt die CO2-Abgabe 2025 in Höhe von 0,17 Euro pro Liter Heizöl. Das macht noch einmal 2.880 Liter x 0,17 = 489,60 Euro.
Insgesamt belaufen sich im Beispielhaus die Heizkosten mit einer Ölheizung also auf 3.139,20 Euro pro Jahr.
Mit Wärmepumpe:
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe hat etwa eine JAZ von 3. Das heißt, sie macht aus einem Anteil Stromenergie drei Anteile Heizwärme. Daher kannst du überschlägig die benötigten 28.800 kWh : 3 = 9.600 kWh rechnen. So viel Strom braucht die Wärmepumpe im Jahr.
Haushaltsstrom kostet laut Verivox im Oktober 2025 rund 34 Cent pro kWh. Wärmepumpenstrom ist rund 20 Prozent günstiger, also kostet er etwa 27 Cent pro kWh. Das macht jährliche Stromkosten von 9.600 kWh x 0,27 € = 2.592 Euro.
Seit 2025 gilt für Wärmepumpen die Netzentgelt-Pauschale. Sie verringert in diesem Fall die Stromkosten um rund 150 Euro pro Jahr. Somit bleiben noch Stromkosten von etwa 2.442 Euro jährlich.
Du hast eine eigene PV-Anlage? Umso besser – du sparst mit einer Wärmepumpe noch mehr ein! Ohne Stromspeicher etwa 30 Prozent und mit Stromspeicher etwa 80 Prozent.
- Mit PV-Anlage ohne Speicher zahlst du für das Heizen mit deiner Wärmepumpe etwa 1.710 Euro pro Jahr.
- Mit PV-Anlage und Speicher zahlst du für das Heizen mit Deiner Wärmepumpe etwa 489 Euro pro Jahr.
Ergebnis:
- In deinem alten, ungedämmten Haus sparst du mit Wärmepumpe und Wärmepumpenstrom im Jahr 2025 gegenüber deiner alten Ölheizung rund 700 Euro an Heizkosten.
- Nutzt du zusätzlich eine PV-Anlage, sparst du gegenüber der Ölheizung rund 1.300 Euro an Heizkosten pro Jahr (30 Prozent).
- Nutzt du zusätzlich eine PV-Anlage mit Stromspeicher, sparst du gegenüber der Ölheizung rund 2.650 Euro an Heizkosten pro Jahr (80 Prozent).
Tipp: Wenn du deine Wärmepumpe mit dynamischem Stromtarif betreibst, kannst du im Winter, wenn deine PV-Anlage wenig Solarstrom liefert, das günstige Überangebot an Windstrom nutzen. So heizt du auch mit wenig Sonne günstig,
Vorteile und Nachteile Wärmepumpe/Öl gegenübergestellt
Heizsystem
Vorteile
Nachteile
Wärmepumpe
Sehr zukunftssicher: Erfüllt alle GEG-Anforderungen (65 %-Regel) und steigert den Immobilienwert.
Sehr niedrige Betriebskosten: Wenn sie effizient läuft, sind die Kosten niedriger als bei Öl inkl. CO₂-Preis.
Hohe Förderung: Bis zu 70 % der Investitionskosten Umweltfreundlich: Lokal emissionsfrei; bei Nutzung von Ökostrom komplett CO₂-neutral.
Hohe Anschaffungskosten: Höchste Investition der drei Systeme.
Bestimmte Anforderungen an das Haus: Je höher der Dämmstandard, desto effizienter ist die Wärmepumpe. Abhängigkeit vom Strompreis: Betriebskosten hängen stark von der Strompreisentwicklung ab.
Ölheizung (alleinige Heizung)
(Nur im Bestand): Bewährte Technik.
(Nur im Bestand): Kann hohe Vorlauftemperaturen für unsanierte Altbauten liefern.
Ab 2026 nicht mehr zulässig als Neuinstallation: Erfüllt die GEG 65 %-Regel nicht und darf (bis auf wenige Ausnahmen) nicht mehr neu eingebaut werden.
Keine Zukunftssicherheit: Gilt als Auslaufmodell; Betriebsverbote drohen. Sehr hohe Betriebskosten: Hohe Abhängigkeit vom Ölpreis + hohe, weiter steigende CO₂-Kosten.
Keine Förderung: Es gibt keinerlei staatliche Zuschüsse.
Sehr umweltschädlich: Hoher CO₂-Ausstoß und fossile Abhängigkeit.
Öl-Hybridheizung
GEG-konform (als Übergang): Kann, je nach Auslegung, z. B. mit Wärmepumpe, die 65 %-Regel erfüllen. Sicherheit im Altbau: Deckt hohe Vorlauftemperaturen bei Spitzenlast an sehr kalten Tagen über das Ölmodul ab, während die WP die Grundlast trägt. Ölverbrauch sinkt: Deutlich geringerer Ölverbrauch als eine reine Ölheizung.
Teilweise Förderung: Der erneuerbare Anteil ist förderfähig.
Weiterhin Öl-Abhängigkeit: Du bleibst vom Ölpreis und den CO₂-Kosten abhängig, wenn auch reduziert. Komplexität: Zwei Systeme müssen installiert, gewartet und geregelt werden.
Keine finale Lösung: Eher Brückentechnologie als zukunftssichere Lösung. Platzbedarf: Benötigt weiterhin einen Öltank und Platz für beide Systemkomponenten
Gesetzliche Vorgaben weisen den Weg: aber nicht zur Ölheizung
Mit Öl zu heizen, wird zunehmend kompliziert. Gesetzliche Vorgaben erfordern einen steigenden Anteil an Bio-Öl. Und das ist teuer und rar. Hier ist ein Überblick, was du bis wann beachten musst, wenn du weiterhin mit Öl heizen möchtest:
2024 bis 2026 bzw. 2028
In der Übergangszeit bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Wärmeplanung greift, dürfen neue Ölheizungen eingebaut werden.
Ab 2029
Lomind. 15 Prozent Bio-Öl sind Pflicht
Ab 2035
mind. 30 Prozent Bio-Öl sind Pflicht
Ab 2040
mind. 60 Prozent Bio-Öl sind Pflicht
Quelle: BMWE/Energiewechsel.de
Zusammenfassung: Darum wird die Ölheizung zum Auslaufmodell
❌ Gesetzliche Vorgaben: Neue Heizungen müssen mindestens 65 % erneuerbare Energien nutzen. Alleinige Ölheizungen erfüllen das nicht und dürfen daher, Stand 2025, ab dem kommenden Jahr nicht mehr neu eingebaut werden.
❌ Hohe Betriebskosten: Die Kosten für Heizöl schwanken stark und werden durch den steigenden CO₂-Preis zusätzlich und planmäßig immer teurer.
❌ Klimaschutz & Förderungen: Ölheizungen verbrennen fossile Energie und sind klimaschädlich. Deshalb gibt es für sie keinerlei staatliche Förderung mehr, während du für den Umstieg auf Alternativen wie Wärmepumpen sehr hohe Zuschüsse erwarten kannst.
Checkliste: Voraussetzungen für den Einbau von Wärmepumpe oder Ölheizung
Was dein Haus für die Wärmepumpe braucht
Die Wärmepumpe ist die zukunftssichere, aber auch anspruchsvollste Lösung. Sie funktioniert dann am effizientesten, wenn das "Gesamtpaket Haus" stimmt.
- Dämmung: Das ist der wichtigste Punkt. Eine Wärmepumpe arbeitet wirtschaftlicher, wenn dein Haus so wenig Wärme wie möglich verliert. Ein hoher Dämmstandard mit gut isoliertem Dach, dichten Fenstern und ggf. Fassadendämmung ist optimal. In einem energetisch unsanierten Altbau funktioniert eine Wärmepumpe aber auch, braucht allerdings mehr Strom.
- Heizsystem: Wärmepumpen sind am effizientesten, wenn sie das Heizwasser nur auf niedrige Temperaturen, ideal sind 35°C bis 50°C, erwärmen müssen. Perfekt sind daher Flächenheizungen wie Fußboden- oder Wandheizung. Hast du hingegen Heizkörper, funktionieren die auch, wenn sie groß genug sind. Kleine, alte Rippenheizkörper sind allerdings ungeeignet und du musst sie austauschen.
- Platzbedarf: Auch eine Wärmepumpe braucht Platz. Du benötigst einen Aufstellort für die Inneneinheit und einen großen Pufferspeicher. Bei der gängigen Luft-Wasser-Wärmepumpe kommt die Außeneinheit hinzu, bei der du auf den Abstand zum Nachbargrundstück und die Schallemissionen achten musst. Außerdem musst du ein kleines Fundament gießen.
- Stromanschluss: Eine Wärmepumpe ist ein elektrischer Großverbraucher. Dein Zählerschrank muss modern genug sein, um einen separaten Starkstromanschluss und einen eigenen Zähler für den günstigeren Wärmepumpenstrom aufzunehmen. Diese Installation musst du beim Netzbetreiber anmelden.
Was du für die Installation einer Ölheizung beachten musst
Wichtiger Hinweis vorab: Der Neueinbau einer alleinigen Ölheizung ist, Stand 2025, laut GEG in Deutschland praktisch nicht mehr zulässig. Die folgenden Punkte sind daher nur relevant, wenn du eine bestehende Anlage betreibst oder eine Öl-Hybridheizung in Betracht ziehst.
- Platz für den Tank: Du benötigst einen separaten, zugelassenen Lagerraum für die Öltanks, die oft mehrere tausend Liter fassen. Dieser Raum muss bestimmte bauliche Voraussetzungen erfüllen, zum Beispiel mit einer Auffangwanne oder doppelwandigen Tanks.
- Abgasanlage mit Schornstein: Eine Ölheizung erzeugt Abgase, die sicher abgeführt werden müssen. Du brauchst einen funktionierenden Schornstein. Bei modernen Öl-Brennwertgeräten muss er feuchteunempfindlich sein, da die Abgase kühler sind und kondensieren; dafür ist eine Sanierung durch ein Edelstahl- oder Kunststoffrohr im Schornstein nötig, um Versottung zu verhindern.
- Sichere Lagerung, Logistik & Sicherheit: Dein Grundstück muss für den schweren Tanklaster gut zugänglich sein, damit er das Heizöl anliefern kann. Außerdem gelten strenge Umwelt- und Brandschutzauflagen für die Lagerung von Heizöl, insbesondere wenn sich dein Haus in einem Wasserschutzgebiet befindet.
Umweltbilanz: Wie heizt du nachhaltiger?
Heizsystem
CO₂-Emissionen (Beispiel: 20.000 kWh Bedarf/Jahr)
Nachhaltigkeit & Zukunftsorientierung
Wärmepumpe (mit Ökostrom)
0 Tonnen CO₂
Sehr hoch: Gilt als die zentrale Technologie für die Wärmewende. Du nutzt Umweltwärme und bist mit Ökostrom lokal völlig emissionsfrei.
Ölheizung (Bestand)
Sehr hoch: ca. 5,3 Tonnen CO₂
Sehr gering: Als fossiler Brennstoff ist Öl klimaschädlich und ein Auslaufmodell ohne Zukunft.
Öl-Hybridheizung
Mittel: Reduziert, aber nicht Null
Mittel: Nur eine Brückentechnologie. Sie senkt die Emissionen, behält aber die Abhängigkeit von fossilem Öl bei.
Fazit: Gegenüberstellungen und Zahlen sind eindeutig: Steig jetzt auf eine Wärmepumpe um!
Die Fakten sind klar: Eine Wärmepumpe punktet bei fast jedem Argument gegenüber einer Ölheizung. Du heizt langfristig günstiger, zahlst keinen CO2-Preis und bist unabhängig von den schwankenden Heizöl-Preisen. Außerdem hast du mit einer PV-Anlage die Chance, noch mehr an Heizkosten einzusparen. Der große Nachteil sind die, trotz Fördergeldern, hohen Anschaffungskosten bei sehr geringen Aussichten auf einen KfW-Kredit.
Geht es um eine Ölheizung, geben die gesetzlichen Vorgaben die Marschroute vor. Eine neue, alleinige Ölheizung darfst du ab 2026 gar nicht mehr einbauen. Möglich ist nur der Einbau einer Öl-Hybridheizung. Und das lohnt sich nur, wenn du schon eine Öl-Brennwertheizung hast, die du mit einer Wärmepumpe ergänzt. Heizt du noch mit einer Niedertemperatur-Ölheizung, musst du zwei neue Heizungen kaufen. Das ist unverhältnismäßig teuer.
Egal, welche Ölheizung du noch weiter nutzen möchtest: Schon bald musst du dich mit dem gesetzlich vorgegebenen Anteil an Bio-Öl herumschlagen. Funktioniert deine Heizung überhaupt damit? Musst du möglicherweise noch deine Ölheizung dafür umrüsten? Du merkst: Das Heizen mit Öl wird an jeder Stelle unbequemer und immer teurer.
➜ Unser Tipp: Sprich mit deinem Heizungsfachbetrieb und lass dich zu einer erneuerbaren Heizung beraten. Aus unserer Sicht ist in jeder Hinsicht eine Wärmepumpe die beste und einzig langfristig sinnvolle Lösung.
Meine Meinung: Stell dein Haus zukunftsfähig auf!
Denk gar nicht mehr über die Ölheizung nach – kümmer dich besser gleich um eine Wärmepumpe
Ich persönlich verstehe gar nicht, warum es die Überlegung Wärmepumpe oder Ölheizung überhaupt noch gibt. Wenn du dir die Argumente für und gegen beide Heizungsarten ansiehst, wird schnell klar: Für eine Ölheizung spricht so gut wie nichts mehr.
Ich weiß selbst, wovon ich rede: Unser altes Haus wird noch immer von einer Ölheizung beheizt und nichts daran fühlt sich gut an. Und Tag für Tag steht die Abwägung im Raum: Friere ich lieber, oder nehme ich das schlechte Gefühl in Kauf, wenn ich die Heizung aufdrehe? Und dabei denke ich noch mit Unbehagen an die erst kürzlich bezahlte vierstellige Ölrechnung, wovon die CO2-Kosten einen dreistelligen Betrag ausmachen.
Sind die Heizkörper aufgedreht, wird es zwar warm, scheppert und brummt aber auch wieder laut aus dem Heizungskeller und der Schornstein qualmt fröhlich vor sich hin. Einen Winter tue ich mir das noch an und im nächsten Frühjahr ist die Ölheizung fällig.
Ich rate dir dasselbe: Feiere auch du den nächsten Frühlingsanfang mit dem Rauswurf deiner alten Ölheizung und begrüße eine schicke Wärmepumpe!
FAQ
Wie hoch sind die aktuellen Förderungen für Wärmepumpen?
Du kannst 30 bis 70 % der Investitionskosten erhalten, abhängig von deinen Voraussetzungen.
Kann ich meine alte Ölheizung einfach durch eine Wärmepumpe ersetzen?
In den meisten Fällen ja. Die Antwort ist noch klarer, wenn dein Haus gut gedämmt ist und eine Flächenheizung besitzt. In anderen Fällen können Anpassungen am Heizsystem und an der Dämmung sinnvoll sein. Eine Heizlastberechnung gibt dir Klarheit.
Wie lange dauert der Austausch von Ölheizung auf Wärmepumpe?
Der eigentliche Einbau dauert meist einige Tage. Planung und Beantragung der Förderung können jedoch mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
Was passiert mit meiner alten Ölheizung?
Sie muss fachgerecht demontiert und entsorgt werden. Die Kosten dafür sind ebenfalls durch die Förderprozente begünstigt.
Lohnt sich eine Wärmepumpe auch in älteren Häusern?
Ja, wenn das Haus mit einer Vorlauftemperatur von etwa 55 Grad warm wird. Die kannst du an einem Schalter Deiner Ölheizung im Keller einstellen und es testen. Ansonsten kann eine Nachrüstung der Dämmung sinnvoll sein.
Deine alte Ölheizung durch die richtige Wärmepumpe ersetzen
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