Heizen mit Photovoltaik: Gut gekoppelt spart gleich doppelt
Eine Photovoltaik-Anlage und ein strombetriebenes Heizsystem – eine Kombination, bei der du in doppelter Hinsicht profitierst: Heizt du mit Solarenergie, verringert sich die Menge an Netzstrom, den du teuer zukaufen musst. Gleichzeitig erhöhst du deinen Eigenverbrauch. Statt den PV-Strom gegen ein geringes Entgelt ins Netz einzuspeisen, machst du ihn dir zuhause zunutze. Dadurch amortisiert sich der Kauf deiner Photovoltaik-Anlage schon nach kurzer Zeit. Hier erfährst du, was du beachten musst, damit sich das Heizen mit Solarstrom für dich auch wirklich lohnt.
Heizen mit PV: Kombinationen, Kosten & Komponenten
Wann ist das Heizen mit PV sinnvoll?
- Der sinnvollste Weg, mit Photovoltaik zu heizen, ist eine Wärmepumpe. Die effiziente Heizung nutzt vorrangig Umweltenergie. Den Solarstrom braucht sie nur zum Antrieb. In den Übergangsmonaten kannst du einen Großteil ihres Strombedarfs solar decken.
- Für den Einstieg ins solare Heizen ist der Heizstab eine gute Lösung. Er kostet nur wenig und spart dir im Sommer viel Gas oder Öl. Von Mai bis September kannst du dein Warmwasser fast zu 100 % mit Solarstrom erzeugen.
- Eine Infrarotheizung lohnt sich nur für Passivhäuser oder gelegentlich genutzte Räume. In einem Altbau wäre ihr Strombedarf so hoch, dass eine PV-Anlage nur einen geringen Teil davon decken könnte. Du würdest also viel Netzstrom zukaufen müssen und hohe Heizkosten haben.

Wie funktioniert das Heizen mit Photovoltaik?
Eine Photovoltaikanlage fängt mit ihren Modulen die Strahlen der Sonne ein und wandelt deren Energie in Strom um. Ein Heizsystem nutzt diesen PV-Strom entweder als Antriebsenergie oder es wandelt ihn per Widerstand direkt in Wärme um.
PV + Wärmepumpe: Der Effizienz-Champion
Eine Wärmepumpe ist die sinnvollste Art, mit Solarenergie zu heizen. Sie braucht den Solarstrom nur, um ihren Kompressor anzutreiben. Mit diesem verdichtet sie ein Kältemittel, das sie zuvor mit Umweltenergie vorgewärmt hat. So macht eine Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom 3–5 Kilowattstunden Wärme. Selbst ein geringer Solarertrag an einem bewölkten Wintertag kann durch sie so weit "gehebelt" werden, dass er einen relevanten Teil deines Heizbedarfs deckt.
💶 Rechenbeispiel: Saniertes Einfamilienhaus
- Wärmebedarf pro Jahr: 16.000 kWh
- Jahresarbeitszahl (JAZ): 3,2
- Strombedarf der Wärmepumpe: 5.000 kWh
- PV-Anlagengröße: 12 kWp
- Ersparnis pro Jahr: ca. 2.200 bis 2.600 Euro
Luft-Wasser-Wärmepumpen kosten im Durchschnitt etwa 36.300 Euro. Vom Staat erhältst du dabei bis zu 70 % Förderung auf bis zu 30.000 Euro:

PV + Heizstab: Die unkomplizierte Nachrüstung
Ein Heizstab ist im Grunde ein großer Tauchsieder, der in deinen Warmwasser- oder Pufferspeicher eingeschraubt wird. Er wandelt Strom im Verhältnis 1:1 in Wärme um. Das ist energetisch weniger effizient als bei einer Wärmepumpe, aber die Anschaffungskosten sind deutlich geringer.
Der Heizstab dient primär dazu, den "Sommerbetrieb" deiner fossilen Heizung zu beenden. Von April bis Oktober kann dein PV-Überschuss oft das komplette Warmwasser bereiten, sodass deine Gas-, Öl- oder Pelletheizung monatelang komplett ausgeschaltet bleibt. Das schont das Material und spart Brennstoff. Denn die großen, trägen Heizkessel nur für ein paar Liter Duschwasser starten zu lassen, ist ineffizient.
Dimensionierung und Regelung:
- Leistung: zwischen 2 und 6 Kilowatt
- Regelung: Wähle ein stufenloses Modell. Es passt seine Leistungsaufnahme exakt an den verfügbaren Sonnenstrom an. Liefert die Sonne gerade 850 Watt Überschuss, zieht der Heizstab genau 850 Watt. Einfache Geräte dagegen schalten nur in festen Stufen – z. B. 1000 Watt – und verbrauchen dann oft ungewollt auch Netzstrom.
💶 Rechenbeispiel: Warmwasser-Unterstützung
- Investition: ca. 1.000 bis 2.000 Euro (inkl. Montage)
- Eigenverbrauch: steigt um 10 bis 20 Prozent
- Amortisation: oft schon nach 4 bis 7 Jahren erreicht
ℹ️ Tipp: Oft amortisiert sich ein Heizstab schneller als ein Batteriespeicher, sofern ein wassergeführter Wärmespeicher bereits vorhanden ist.

Alternative zur Warmwasserbereitung: Die Brauchwasser-Wärmepumpe
Eine Brauchwasser-Wärmepumpe kostet zwischen 2.500 Euro und 4.000 Euro. Meist steht sie neben der Heizung und entzieht der Raumluft im Heizungskeller die Wärme. Mit dieser erhitzt sie das Trinkwasser. Sie arbeitet effizient und trocknet nebenbei feuchte Kellerräume.
→ Für schnelle Autarkie im Bestand liegt die Kombination aus PV und Heizstab klar im Vorteil. Suchst du hingegen nach der maximalen technischen Effizienz, wähle die Warmwasser-Wärmepumpe.
PV + Elektro- und Infrarotheizung: Die Speziallösung
Elektrodirektheizungen, zu denen auch Infrarotpaneele gehören, wandeln Strom ebenfalls 1:1 in Wärme um. Infrarotwärme wird oft als angenehmer empfunden, da sie nicht die Luft, sondern die Körper im Raum direkt erwärmt. In schlecht gedämmten Altbauten sind die Betriebskosten jedoch ziemlich hoch. Da PV-Anlagen in den Wintermonaten nur etwa 15 % ihres Jahresertrags liefern, musst du den Großteil des Heizstroms teuer aus dem Netz beziehen. Willst du ein ganzes Haus per Elektroheizung erwärmen, hast du schnell Heizkosten von mehreren tausend Euro.
Sinnvoll ist ihr Einsatz in Kombination mit PV vor allem in:
- Passivhäusern mit extrem geringem Wärmebedarf (ca. 10 Watt pro m²)
- selten genutzten Räumen wie Hobbykellern oder Gästezimmern
- Badezimmern als Komfort-Zusatzheizung für schnelle Wärme
ℹ️ Tipp: Für nachträglich ausgebaute Dachgeschosse oder Wintergärten ohne Heizrohranschluss sind Stromdirektheizungen ideal. Ein flaches Infrarotpaneel lässt sich schnell und ohne Schmutz an der Wand anbringen. Die Anschaffungskosten sind gering; Wartungskosten entstehen keine. Nutzt du diesen Raum nur stundenweise, stellt die Kombination aus Infrarotheizung und Solarstrom eine pragmatische und günstige Lösung dar.
Heizen mit PV senkt Kosten
Wie wirtschaftlich das Heizen mit Photovoltaik ist, erfährst du, wenn du die Anschaffungskosten und die eingesparten Betriebskosten über einen Zeitraum von 20 Jahren betrachtest.
Anschaffungskosten & Förderung 2026
Die Kosten für Photovoltaikanlagen sind heute so niedrig wie nie zuvor. Das liegt zum einen an den stark gesunkenen Komponentenpreisen. So kosten Solarmodule aktuell nur noch etwa 11 Cent pro Watt-Peak. 2016 waren es noch rund 50 Cent. Zum anderen ist die Anschaffung und Installation von PV-Anlagen und Batteriespeichern seit 2023 von der Mehrwertsteuer befreit.
Gefördert bekommst du die Installation einer Photovoltaik-Anlage über das Programm 270 der KfW. Auch einige Bundesländer unterstützen die Anschaffung von Solartechnik mit zinsgünstigen Krediten oder lukrativen Zuschüssen.
ℹ️ Tipp: Einige Städte und Energieversorger bieten ebenfalls Zuschüsse für PV-Anlagen an. Erkundige dich bei deiner Kommune oder deinem Stromanbieter, bevor du dir eine Anlage zulegst.
Optimale Auslegung und Dimensionierung der PV-Anlage
Du darfst eine PV-Anlage heute ruhig großzügig planen. Experten raten dazu, die verfügbaren Dächer bestmöglich und komplett auszunutzen. Die Kosten für ein paar zusätzliche Module fallen sehr gering aus, da das teure Gerüst ohnehin bereits am Haus steht. Kleine Anlagen verursachen im Verhältnis höhere Anschaffungs- und Wartungskosten.
Eine Daumenregel besagt: Pro Kilowatt elektrischer Leistung der neuen Wärmepumpe solltest du mindestens 1 bis 1,5 kWp PV-Leistung auf dem Dach anbringen. Nutzt du zusätzlich einen Stromspeicher, erhöht sich der empfohlene Wert auf 1,5 bis 2 kWp PV-Leistung pro Kilowatt Wärmepumpenleistung. Für ein einziges Kilowatt-Peak Leistung benötigen moderne Module etwa 5 bis 7 Quadratmeter unverschattete Dachfläche. Für eine typische 10-kWp-Anlage musst du also etwa 50 Quadratmeter nutzbare Fläche auf deinem Dach einplanen.
Langfristige Ersparnis
Am meisten profitierst du von einer Photovoltaik-Anlage, wenn du den Solarstrom selbst nutzt. Zwar bekommst du aktuell noch Einspeisevergütung für den Teil, den du ans Netz abgibst. Doch diese liegt inzwischen bei unter 8 Cent je Kilowattstunde. Für Netzstrom zahlst du dagegen aktuell rund 35 Cent. Je mehr von deinem PV-Strom du direkt vor Ort nutzt, desto mehr profitierst du von deiner Anlage.
Eine Wärmepumpe kann deinen Eigenverbrauch von circa 30 % auf bis zu 45 % steigern, mit einem Speicher sind 60 % bis 80 % erreichbar. Die Amortisation der PV-Anlage in Kombination mit einer Wärmepumpe liegt bei etwa 9 bis 12 Jahren.
Annahme: Einfamilienhaus, 150 m², 18.000 kWh Wärmebedarf, Strompreis 35-40 Cent/kWh
Ein weiterer Vorteil des Heizens mit Photovoltaik: Du machst dich unabhängig von steigenden Gas- oder Ölkosten. Bei Krisen auf dem Weltmarkt schnellen die Preise für fossile Brennstoffe in die Höhe. CO2-Abgabe und Netzentgelte werden sie in Zukunft weiter verteuern. Bei Umstieg auf eine Wärmepumpe brauchst du dir darüber keine Sorgen mehr zu machen.
Technische Voraussetzungen fürs Heizen mit Solarenergie
Die Sonne scheint vornehmlich zur Mittagszeit. Du brauchst die Wärme aber oft abends oder am frühen Morgen. Um mit dem PV-Strom zu heizen, musst du ihn also zwischenspeichern. Dabei ist die thermische Speicherung oft wichtiger als die elektrische.
Der Pufferspeicher: Der thermische Tank
Ein Pufferspeicher ist nichts anderes als ein großer Wassertank im Keller. Wenn die Photovoltaikanlage mittags überschüssigen Strom liefert, springt die Wärmepumpe oder der Heizstab an. Sie erhitzen mit dem Solarstrom das Wasser im Pufferspeicher auf hohe Temperaturen. Dick mit Schaumstoff isoliert, hält der Speicher das Wasser über Stunden warm. Wenn du dann abends die Heizung aufdrehst, pumpt diese das warme Wasser durch die Heizkörper oder die Fußbodenheizung. Das Haus wird warm, obwohl die Solaranlage längst keinen Strom mehr liefert. Und du sparst dir teuren Netzstrom.
Der Batteriespeicher: Der Eigenverbrauch-Erhöher
In diesen speichert die Photovoltaikanlage den Strom vom Dach ein, der nicht ins Stromnetz eingespeist oder direkt verbraucht wird. Der Vorteil, wenn du mit Photovoltaik heizen möchtest: Mit einem Stromspeicher steht dir der PV-Strom zur Verfügung, wenn die Sonne nicht scheint. Erweiterst du deine Anlage um eine Batterie, steigt dein Eigenverbrauch. Eine optimale Dimensionierung liegt bei etwa 1 kWh Speicherkapazität pro kWp PV-Leistung.
Rolle des Energiemanagers
Damit die Wärmepumpe oder der Heizstab überhaupt weiß, wann kostenloser Sonnenstrom verfügbar ist, benötigt das System ein Gehirn – den Energiemanager, auch HEMS genannt. Er erfasst Daten von der PV-Anlage, dem Batteriespeicher, der Wärmepumpe und oft auch der Wallbox. Durch die Integration von Wetterprognosen kann ein HEMS vorausschauend planen: Wenn für den Nachmittag viel Sonne angesagt ist, wird der Batteriespeicher morgens nicht sofort geladen, sondern die Wärmepumpe nutzt den ersten Überschuss, um das Haus leicht vorzuheizen. Du musst also nicht auf teuren Netzstrom zurückgreifen.
Der Energiemanager sorgt dafür, dass du möglichst viel Solarstrom selbst verbrauchen kannst. Über einen Smart Meter erfasst er den exakten Stromfluss an deinem Netzanschlusspunkt im Zählerschrank. Sobald Strom in das öffentliche Netz abfließen würde, sendet er ein digitales Signal an die Heizung. Die kann sich den Überschuss dann zunutze machen.
Herausforderungen & Grenzen
Das Heizen mit Photovoltaik hat etliche Vorteile. Eine volle Unabhängigkeit ist jedoch wegen der geringeren PV-Erträge im Winter kaum möglich.
Wie viel Solarenergie dir zum Heizen zur Verfügung steht
Die größte Herausforderung beim Heizen mit PV ist die zeitliche Diskrepanz zwischen Erzeugung und Bedarf. Gerade im Winter ist die Leistung einer PV-Anlage am geringsten. In Deutschland liefern die Monate November bis Februar zusammen nur etwa 15 % bis 20 % des Jahresertrags. Dennoch ist der Beitrag nicht zu unterschätzen: Eine moderne 10 kWp-Anlage produziert auch im Dezember in Deutschland noch genug Strom für die Grundlast einer effizienten Wärmepumpe oder die Warmwasserunterstützung.
Dennoch muss der Großteil des Heizstroms im Winter aus dem Netz bezogen werden. Eine PV-Anlage ist also ein starker Kostenminderer, aber keine autarke Heizlösung. In der Übergangszeit im Frühjahr und Herbst heizt du dafür mit PV wirklich effektiv.
Tipps zur Planung & Umsetzung
- Dämme dein Haus. So senkst du deinen Bedarf an Wärme. Das spart Strom.
- Prüfe deine Heizkörper. Tausche zu kleine gegen größere aus. Das senkt die Vorlauftemperatur und macht eine Wärmepumpe effizienter.
- Lass den Wärmebedarf berechnen. Dann kaufst du keine zu große Wärmepumpe, die unnötig viel Strom braucht.
- Achte auf das SG-Ready-Label. Stelle sicher, dass deine Heizung eine Schnittstelle hat, um mit der PV-Anlage zu kommunizieren.
- Wähle effiziente Geräte. Achte auf einen hohen Wirkungsgrad bei allen Geräten. So geht kaum Strom verloren.
- Ganzheitlich planen: Betrachte PV und Heizung nicht getrennt. Das Zusammenspiel spart die meiste Energie.
- Dach vollmachen: Module sind inzwischen günstig. Je mehr Fläche du belegst, desto eher kann die PV-Anlage deiner Wärmepumpe auch bei bewölktem Himmel Strom liefern.
- Thermische Speicher nutzen: Investiere lieber in einen etwas größeren Wasserspeicher als in einen überdimensionierten Batteriespeicher. Wärme zu speichern ist effizienter und günstiger.
- Stelle zuerst den Förderantrag. Lasse nichts installieren, bevor du nicht die Förderung beantragt hast. Sonst erhältst du keine Zuschüsse.
Mein Rat: Spar mit Solar
Selbst Strom zu erzeugen, fühlt sich gut an. Diesen Strom dann zu nutzen, um Räume und Duschwasser zu erwärmen, noch besser. Die Zeiten, in denen wir unbekümmert mit Gas oder Öl geheizt haben, sind vorbei. Nicht nur, weil wir immer mehr die Folgen fossiler Verbrennung zu spüren bekommen. Auch, weil es mit den Preisen wohl zukünftig aufwärts gehen wird. Verknappung am Weltmarkt, CO2-Abgabe, Bio-Quote und steigende Netzentgelte: All das dürfte das klassische Heizen teurer werden lassen.
Wärmepumpen sind schon heute meist die günstigere Alternative. Versorgst du sie mit eigenem Solarstrom, hast du noch geringere Betriebskosten. Gleichzeitig nutzt du deine PV-Anlage bestmöglich aus. Statt den nicht im Haushalt gebrauchten Strom ins Netz zu schicken, hast du mit der Heizung einen zusätzlichen Abnehmer.
Weniger Heizkosten und mehr Eigenverbrauch, weniger Abhängigkeit und mehr Autarkie – mit diesem Duo bist du für die Zukunft gewappnet.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Heizen mit Photovoltaik
Reicht der Solarstrom im Winter für mein ganzes Haus aus?
Nein, im tiefen Winter reicht die solare Leistung nie aus. Die Sonne liefert von November bis Februar nur einen kleinen Teil ihres Ertrags. Du wirst in diesen Monaten immer zusätzlichStrom aus dem öffentlichen Netz brauchen. Dennoch deckt eine gute Anlage oft die Grundlast einer effizienten Wärmepumpe.
Wie viel staatliche Förderung bekomme ich für eine neue Wärmepumpe?
Du erhältst vom Staat eine Basisförderung von 30 Prozent der Kosten. Durch verschiedene Boni kannst du diesen Satz auf bis zu 70 Prozent steigern. Das gilt zum Beispiel bei geringemEinkommen oder für den schnellen Austausch alter Heizungen. Bei einer Investition von 30.000 Euro sind das bis zu 21.000 Euro Zuschuss. Stelle deinen Antrag unbedingt vor dem Beginn der Arbeiten.
Ist ein Heizstab eine gute Alternative zu einer Wärmepumpe?
Ein Heizstab ist günstig beim Kauf, aber er arbeitet weniger effizient. Er wandelt Strom nur im Verhältnis von 1:1 in Wärme um. Eine Wärmepumpe macht aus einer Kilowattstunde Strom hingegen drei bis fünf Kilowattstunden Wärme. Nutze den Heizstab am besten als Ergänzung für warmes Wasser im Sommer. So kann dein alter Heizkessel in der warmen Zeit komplett ausgeschaltet bleiben.
Warum ist ein Energiemanager für mein System so wichtig?
Ein Energiemanager ist das Gehirn des Systems. Er erkennt sofort, wenn deine Solaranlage einen Stromüberschuss produziert, und schaltet dann die Heizung ein. Ohne diese Steuerung würdest du oft teuren Strom aus dem Netz zukaufen müssen.
Lohnt sich eine Infrarotheizung in meinem alten Haus?
Experten raten im ungedämmten Altbau dringend von dieser Lösung ab. Die dünnen Wände verlieren die erzeugte Wärme sofort wieder nach draußen. Infrarotheizungen verbrauchen in solchen Häusern riesige Mengen an teurem Netzstrom. Das kann dich finanziell ruinieren. Sinnvoll ist der Einsatz nur in extrem gut gedämmten Passivhäusern.
Wie groß sollte meine Photovoltaikanlage für die Heizung sein?
Module sind heute sehr günstig. Also nutze deine gesamte Dachfläche voll aus. Experten empfehlen für ein Einfamilienhaus eine Leistung von mindestens 10 bis 12 Kilowatt-Peak. Im Norden Deutschlands solltest du die Anlage tendenziell noch etwas größer planen. Das hilft dir besonders an trüben Tagen in der Übergangszeit.
