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Einblasdämmung: Schnell, günstig, unsichtbar

Bei der Einblasdämmung füllen Fachleute einen vorhandenen Hohlraum mit losem Dämmstoff. Sie ist die schnellste, günstigste und sauberste Methode, um die Heizkosten deines Altbaus zu senken. Eine Außenwand mit zweischaligem Mauerwerk bekommst du so innerhalb eines Tages gedämmt – und zwar zum Bruchteil der Kosten einer klassischen Außendämmung. 

Fassade per Einblasdämmung isolieren: Vorteile, Voraussetzungen & Vorgehen

Für wen sich das Verfahren lohnt

Eine Einblasdämmung ist dann sinnvoll für dich, wenn du …

  • … ein zweischaliges Mauerwerk hast.
  • … dein Haus günstig und schnell isolieren möchtest.
  • … deinen Wohnraum erhalten möchtest.
  • … die Optik deiner Fassade beibehalten möchtest.
  • … rechtlich sicher und ohne U-Wert-Rechnerei dämmen möchtest.
  • … Schimmel- und Zugluft-frei leben möchtest.
Über einen Schlauch mit Düse wird der Dämmstoff an mehreren Stellen in die Wand eingeblasen. | Foto: snobili / Shutterstock.com

Vor- und Nachteile der Einblasdämmung im Überblick

Keine andere Dämmmethode hat so viele Vorteile wie die Einblasdämmung. Damit du davon profitieren kannst, muss dein Haus jedoch die richtigen Voraussetzungen mitbringen. Und du brauchst einen zertifizierten Fachbetrieb, der die Arbeiten korrekt ausführt.

 

Die Vorteile: Warum sich eine Einblasdämmung lohnt

  • Geringe Investitionskosten: Eine Einblasdämmung kostet dich nur einen Bruchteil dessen, was du für andere Dämmmethoden zahlen müsstet.
  • Schnelle Durchführung: Ein normales Einfamilienhaus ist meist innerhalb eines Tages komplett gedämmt.
  • Keine optische Veränderung: Deine Klinker- oder Putzfassade bleibt komplett erhalten. Die Bohrlöcher sind hinterher kaum zu sehen.
  • Kein Gerüst nötig: Fachbetriebe arbeiten in der Regel mit Leitern oder Hubbühnen. Das spart Kosten und schont deinen Garten.
  • Kein Platzverlust: Da der Dämmstoff in der Wand verschwindet, verlierst du weder im Haus Wohnraum, noch verkleinert sich dein Garten durch von außen aufgebrachte Dämmplatten.
  • Schutz der Bausubstanz: Die Innenwände kühlen nach dem Dämmen nicht mehr aus. Dadurch sinkt das Risiko für Feuchtigkeit und Schimmelpilze.
  • Besserer Schallschutz: Mit Dämmstoff statt Luft in deiner Außenwand dringt weniger Straßenlärm ins Haus.
  • Sofortiger Komfortgewinn: Mit gedämmter Luftschicht strahlen deine Innenwände keine Kälte mehr ab und du bist Zugluft los.

 

Die Nachteile und Risiken: Was bei der Einblasdämmung weniger ideal ist

  • Nicht für jede Fassade: Das Einblasen ist nur bei einem zweischaligen Mauerwerk mit einem Hohlraum von mindestens 4 cm Breite möglich.
  • Nur für saubere Hohlräume: Bei alten Häusern können Mörtelreste oder Mauerwerksanker das gleichmäßige Einblasen des Dämmstoffs erschweren oder verhindern.
  • Begrenzte Dämmstärke: Du kannst nur so dick dämmen, wie der Hohlraum es zulässt. Rechtlich ist das kein Problem, bietet aber teils weniger Dämmwirkung als außen oder innen angebrachte Dämmplatten.
  • Mögliche Wärmebrücken: Wird der Dämmstoff in die Fassade eingebracht, können einige Bauteile auch danach noch Wärme nach außen leiten. Fensterstürze, Rollladenkästen oder Deckenanschlüsse lassen sich durchs Einblasen meist nicht vollständig isolieren.
  • Schwer zu reparieren: Wenn der Dämmstoff falsch eingebracht wurde, verklumpt oder durchfeuchtet ist, lässt er sich nur sehr schwer wieder aus der Hohlschicht entfernen.
  • Risiko von Feuchtigkeitsbrücken: Damit der eingeblasene Dämmstoff nicht von außen eindringende Feuchtigkeit nach innen leitet, ist nur feuchteresistentes Material zu verwenden, der Hohlraum auf Mörtelreste und Maueranker zu prüfen und eine Schlagregen-belastete Fassade zu imprägnieren.

Voraussetzungen für eine Einblasdämmung

Damit diese Methode bei deiner Fassade funktioniert, muss dein Haus ein zweischaliges Mauerwerk haben. Dieses besteht aus zwei Wänden, die parallel nebeneinander stehen. Die innere Schale trägt die Last des Hauses. Die äußere Schale, oft aus Klinker oder Sichtmauerwerk, schützt das Gebäude vor Wind und Regen. Zwischen diesen beiden Wänden befindet sich eine Luftschicht.

Diese Luftschicht sollte eine Breite von mindestens 4 Zentimetern aufweisen, damit sich der Dämmstoff gleichmäßig und lückenlos verteilen kann. Bei sehr schmalen Hohlräumen von nur 2 bis 3 Zentimetern stößt das Verfahren an seine Grenzen, da der Schlauch nicht tief genug eindringen kann und das Risiko von Verstopfungen steigt.

Ebenfalls wichtig: Die Fassade muss winddicht sein. Risse im Mauerwerk oder offene Fugen im Klinker können dazu führen, dass Dämmstoffpartikel beim Einblasen nach außen entweichen oder später Feuchtigkeit in die Dämmschicht gelangt.

Auch darf der Hohlraum keine großen Schuttreste oder herabgefallenen Mörtelbrocken enthalten. Diese Hindernisse blockieren den Fluss des Dämmstoffs und hinterlassen ungedämmte Bereiche, sogenannte Wärmebrücken.

Hat mein Haus ein zweischaliges Mauerwerk?

Du weißt nicht, ob dein Gebäude für eine Einblasdämmung infrage kommt? Hier sind ein paar Wege, wie du herausfinden kannst, ob deine Fassade hohl ist:

  • Das Baujahr prüfen: Zwischen 1870 und etwa 1970 errichtete Häuser besitzen besonders häufig ein zweischaliges Mauerwerk. Diese Bauweise war vor allem in Nord- und Westdeutschland verbreitet; lässt sich aber auch in anderen Regionen finden.
  • Die Wandstärke messen: Geh zu einer geöffneten Außentür oder einem Fenster und miss die gesamte Dicke der Wand. Wenn das Messergebnis 32 Zentimeter oder mehr beträgt, deutet das stark auf einen zweischaligen Aufbau hin. Eine normale, einschalige Wand aus dieser Zeit ist meist deutlich dünner.
  • Die Baupläne studieren: In alten Bauzeichnungen oder der Baubeschreibung findest du oft Begriffe wie „Hohlschicht“,„Luftschicht“ oder „zweischalig“. Oder aber die Pläne zeigen zwei parallele Wandlinien.
  • Die Fugenprüfung per Bohrer: Such dir eine unauffällige Stelle an der Außenwand. Bohre mit einem Steinbohrer vorsichtig durch eine Fuge der Außenwand. Wenn der Bohrer plötzlich ohne Widerstand nach vorne rutscht und erst nach einigen Zentimetern wieder auf Widerstand stößt, hast du die Luftschicht gefunden.

In nur 4 Schritten zur gedämmten Fassade

Das Verfahren ist recht unkompliziert. Alle Arbeiten finden draußen statt, sodass das Innere des Hauses schmutzfrei bleibt. Ein Gerüst braucht es in der Regel nicht. Oft reicht eine einfache Leiter oder eine kleine, mobile Hubarbeitsbühne aus, um auch die oberen Bereiche der Fassade zu erreichen.

  1. Die Voruntersuchung: Die Fachleute bohren an mehreren Stellen kleine Löcher in die Fugen und prüfen den Hohlraummit einem Endoskop. Sie messen die Breite der Luftschicht und stellen sicher, dass keine Hindernisse den Weg blockieren.
  2. Das Bohren: Einem präzisen Raster folgend bohren die Handwerker Löcher von 18 bis 22 Millimeter Durchmesser in die Kreuzfugen der Fassade. Auf diese Weise stellen sie sicher, dass später jeder Winkel der Wand Dämmstoff erhält.
  3. Das Einblasen: Eine Maschine bläst mittels einer Düse den Dämmstoff mit hohem Druck in den Hohlraum. Der Dämmstoff verdichtet sich selbstständig, bis er die Schale komplett füllt.
  4. Das Verschließen: Nach dem Füllen reinigen die Handwerker die Bohrlöcher und verschließen sie mit einem farblich passenden Fugenmörtel. Nach dem Trocknen sind die ehemaligen Bohrlöcher mit bloßem Auge kaum noch zu erkennen.

Für ein klassisches Einfamilienhaus dauert das gesamte Verfahren in der Regel nur sechs bis acht Stunden.

Einblasdämmung in Eigenregie? Besser die Profis machen lassen

Wenn du Heimwerker bist, mag die Idee verlockend erscheinen, deine Fassade einfach selbst zu dämmen. Ist ja an sich ganz leicht: ein paar Säcke EPS-Kügelchen kaufen, eine Einblasmaschine im Baumarkt ausleihen, Löcher bohren und dann den Hohlraum deiner Außenwand verfüllen. Vom Dämmen in Eigenregie ist jedoch dringend abzuraten.

Das Einblasen erfordert viel Erfahrung und Spezialausrüstung. Ohne eine endoskopische Voruntersuchung übersiehst du eventuell Hindernisse im Mauerwerk. Auch muss die Einblasmaschine exakt auf den gewählten Dämmstoff und die Gegebenheiten der Wand eingestellt werden. Stimmt der Druck nicht, rutscht der Dämmstoff später ab und es entstehen große Lücken im oberen Wandbereich. Diese kühlen aus, Feuchtigkeit kondensiert und es bildet sich Schimmel an deinen Innenwänden. Ist der Druck hingegen zu hoch, kann sich die äußere Mauerschale durch den enormen Innendruck anheben oder reißen. Das führt zu schweren Bauschäden.

Zudem hast du als Heimwerker keine Möglichkeit, den Erfolg der Arbeit lückenlos zu überprüfen. Fachbetriebe nutzen Endoskope und erstellen nach der Arbeit oft Wärmebilder mit einer Infrarotkamera.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Gewährleistung. Wenn ein Fachbetrieb die Arbeit ausführt, haftet er für eventuelle Fehler. Unterlaufen dir selbst welche, musst du auch die Folgekosten selber tragen. Geh das Risiko besser nicht ein und überlass die Arbeit den Profis.

Doppelt gespart: Erst beim Dämmen, dann beim Heizen

Die Einblasdämmung gilt als die mit Abstand wirtschaftlichste Dämmmaßnahme überhaupt. Sie ist schnell und ohne Gerüst durchführbar. Je nach Ausgangszustand der Wände sparst du dank ihr etwa 15 bis 30 Prozent deiner Heizkosten ein. So hast du die Kosten für das Einblasen meist schon nach 3 bis 6 Jahren wieder ausgeglichen – schneller als bei jeder anderen Dämmmethode.

 

Eine gedämmte Fassade für nur rund 5.000 Euro

Die Preise hängen von der Fläche und der Dicke des Hohlraums sowie dem Dämmstoff ab. Im Durchschnitt zahlst du für die Kerndämmung einer Außenwand zwischen 25 und 60 Euro pro Quadratmeter. Bei einer Fassadenfläche von 120 Quadratmetern belaufen sich die Gesamtkosten somit auf etwa 3.000 bis 7.200 Euro. Zum Vergleich: Ein Wärmedämmverbundsystem mit neuem Putz kostet dich schnell 150 bis 250 Euro pro Quadratmeter. Bei einer hinterlüfteten Vorhangfassade sind es sogar im Schnitt 330 Euro pro Quadratmeter.

 

Der Staat steuert Geld bei

Einen Teil der Kosten erstattet dir der Staat. Dabei hast verschiedene Optionen:

  • Der Steuerbonus: Das ist der einfachste Weg. Du kannst 20 Prozent der Kosten direkt von der Einkommensteuer absetzen (§ 35c EStG). Die Erstattung erfolgt dann über drei Jahre. Voraussetzung dafür: Du bewohnst das Haus selbst und hast eine vom Fachbetrieb ausgestellte Fachunternehmererklärung.
  • Der BAFA-Zuschuss: Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erhältst du einen Zuschuss von 15 Prozent der Kosten. Hast du zuvor einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) durch einen Energieberater erstellen lassen, steigt der Zuschuss sogar auf 20 Prozent. Wichtig: Du musst die Förderung vor Beginn der Arbeiten beantragen.
  • Programme der Bundesländer: Einige Bundesländer oder Kommunen bieten eigeneeigene Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite an, die du mit der BAFA-Förderung kombinieren kannst. Schau daher vor Maßnahmenbeginn bei der Förderdatenbank oder auf der Webseite deiner Kommune nach, ob dir auch lokale Fördermittel zur Verfügung stehen.

Wichtig: Um Anspruch auf die Förderung zu haben, muss ein zertifizierter Fachbetrieb die Arbeiten ausführen und bescheinigen.

Welches Material sich für die hohle Wand eignet

Für die Fassade nutzen Fachbetriebe am häufigsten EPS-Granulat oder Glaswoll-Flocken. EPS rutscht selbst in kleinste Ritzen und verrottet nicht, während Mineralwolle den besten Schutz gegen Feuer und Lärm bietet.

 

1. EPS-Granulat (Expandiertes Polystyrol)

Die kleinen Styroporkügelchen sind der Klassiker unter den Einblasstoffen.

  • Vorteile: EPS ist extrem fließfähig und rutscht selbst in die kleinsten Ritzen und Engstellen. Es ist absolut wasserabweisend (hydrophobiert), verrottet nicht und bietet eine hervorragende Dämmwirkung mit einer sehr geringen Wärmeleitfähigkeit.
  • Nachteile: EPS wird aus Erdöl hergestellt und ist künstlichen Ursprungs. Beim Brandschutz erreicht es meist nur die Klasse B1 (schwer entflammbar) oder B2 (normal entflammbar). Wenn die Außenwand später beschädigt oder für Umbauten geöffnet wird, können die kleinen Kügelchen herausrieseln.
  • Wärmeleitfähigkeit: 0,032 – 0,035 W/(m2K)
  • Kosten pro m²: 25 – 39 Euro

 

2. Steinwolle- oder Glaswolle-Flocken (Mineralwolle)

Lose Flocken aus geschmolzenem Stein oder Glas werden ebenfalls sehr häufig genutzt.

  • Vorteile: Mineralwolle brennt nicht. Sie gehört zur höchsten Brandschutzklasse A1. Sie ist hochgradig diffusionsoffen und bietet einen sehr guten Schallschutz. Zudem ist sie resistent gegen Schimmel und Ungeziefer.
  • Nachteile: Die Dämmwirkung ist minimal schlechter als bei EPS. Zudem benötigt Mineralwolle eine gewisse Mindestbreite des Hohlraums (meist ab 4 bis 5 Zentimeter), damit sich die Flocken gut verfilzen und nicht blockieren.
  • Wärmeleitfähigkeit: Glaswolle: 0,034 – 0,035 W/(m2K), Steinwolle: 0,035 – 0,040 W/(m2K)
  • Kosten pro m²: Glaswolle: 18 – 35 Euro, Steinwolle: 28 – 40 Euro

 

3. Perlite

Hierbei handelt es sich um ein natürliches, aufgeblähtes Granulat aus Vulkangestein.

  • Vorteile: Perlite ist ein rein mineralischer Naturstoff, absolut umweltfreundlich, unbrennbar und sehr langlebig.
  • Nachteile: Der Dämmwert ist spürbar schlechter als bei EPS oder Mineralwolle. Zudem ist das Produkt vergleichsweise schwer und teurer im Einkauf.
  • Wärmeleitfähigkeit: 0,040 – 0,050 W/(m2K)
  • Kosten pro m²: 30 – 40 Euro

 

Wichtig zu wissen: Ökologische Dämmstoffe wie Zellulose und Holzfaser sind für zweischalige Außenwände absolut ungeeignet. Bei Schlagregen saugen sie die Feuchtigkeit durch die Fugen auf. Da sie diese im Wandinneren nicht ausreichend abführen können, kommt es dann zu Schimmel- und Feuchtigkeitsschäden in der Konstruktion.

Gesetzliche Vorgaben: Sonderregelung für Einblasdämmung

Wenn es ums Dämmen von Außenbauteilen wie der Fassade geht, hat auch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ein Wörtchen mitzureden. Seine Vorgaben sollen einen optimalen Wärmeschutz sicherstellen.

Mit einer Einblasdämmung brauchst du dir allerdings keine Gedanken um das Erreichen strenger U-Werte zu machen. Denn da die Dicke der Dämmschicht von der Breite der vorhandenen Luftschicht abhängig ist, gilt: Wenn du den Hohlraum einer zweischaligen Wand vollständig mit Dämmstoff ausfüllst, erfüllst du die gesetzliche Pflicht automatisch.

Voraussetzung dafür ist lediglich, dass das Dämmmaterial eine Wärmeleitfähigkeit von höchstens 0,045 W/(m2K) besitzt (siehe Anlage 7 GEG). Die gängigen EPS- und Mineralwolle-Produkte unterschreiten diesen Wert jedoch meist deutlich. Du musst also keine Bußgelder fürchten, wenn du deine Fassade per Einblasdämmung isolierst.

Meine Empfehlung: Lass eine Einblasdämmung machen, wenn du die Möglichkeit hast

Dämmung spart Heizkosten und sorgt für ein wohliges Wohngefühl. Aber dafür umfangreiche Bauarbeiten und hohe Kosten in Kauf nehmen? Lieber nicht. Musst du auch gar nicht. Eine Einblasdämmung lässt sich ohne großen Aufwand in nur wenigen Stunden durchführen, verursacht dabei kaum Schmutz und passt in so ziemlich jedes Budget.

Sie hat nur einen kleinen Haken: Du brauchst ein zweischaliges Mauerwerk. Das haben viele Häuser, aber nicht alle. Sollte deines dazugehören, mach dir diesen Umstand zunutze und lass den Hohlraum mit Kügelchen, Flocken oder Granulat ausfüllen. Einfacher und günstiger kannst du deine Heizkosten nicht senken.

Frau mit braunen Haaren und schwarzem Oberteil vor grünem Hintergrund lächelt in die Kamera.
Ariane Müller

Fachredakteurin für Energiethemen

Ich recherchiere und rechne, analysiere Forschungsdaten und Förderprogramme – damit du auf einen Blick erfährst, welche Maßnahmen sich für dein Haus lohnen. Als Altbau-Besitzerin weiß ich aus eigener Erfahrung, wie kostspielig Sanierungen sein können und wie wichtig es ist, gut informiert zu sein.

Häufige Fragen zur Einblasdämmung (FAQ)

Kann der Dämmstoff in der Wand nass werden und schimmeln? 

Nein, solange die richtigen Produkte verwendet werden. Für zweischalige Außenwände sind nur Dämmstoffe zugelassen, die wasserabweisend sind. Eventuell eindringendes Regenwasser an der Innenseite der Klinkerschale läuft einfach nach unten ab. Zudem bleibt die innere Wandschale durch die Dämmung wärmer, wodurch dort keine Luftfeuchtigkeit mehr kondensiert. Schimmelbildung im Wohnraum wird dadurch effektiv verhindert.

Gibt es Probleme mit Ungeziefer oder Nagetieren in der Dämmschicht? 

Bei der Verwendung von mineralischen Flocken wie Steinwolle oder Glaswolle haben Schädlinge keine Chance. Diese Stoffe bieten keinen Nährboden und sind für Tiere ungenießbar. Auch EPS-Granulat wird so dicht in die Wand eingeblasen, dass Mäuse oder Insekten dort kaum Bewegungsfreiraum finden. Wichtig ist jedoch, dass offene Lüftungsfugen im Mauerwerk mit feinen Gittern versehen werden,damit Tiere gar nicht erst in die Wand eindringen können.

Riecht der Dämmstoff nach dem Einblasen im Haus? 

Nein. Die zugelassenen Füllstoffe sind im trockenen Zustand absolut geruchsneutral und dünsten keine gesundheitsschädlichen Stoffe aus. Da die Arbeiten komplett von außen stattfinden und die innere Mauerschale unbeschädigt bleibt, gelangt während des Einblasens kein Staub oder Geruch in die Wohnräume.

Ist das Verfahren auch bei Häusern mit Denkmalschutz erlaubt? 

Ja, in den allermeisten Fällen ist das problemlos möglich. Da sich das äußere Erscheinungsbild des Hauses durch die winzigen, später wieder verfugten Bohrlöcher nicht verändert, stimmen die Denkmalschutzbehörden dieser Methode fast immer zu. Es ist oft die einzige Möglichkeit, denkmalgeschützte Klinker- oder Ornamentfassaden thermisch zu verbessern.

Wie lange hält eine Einblasdämmung? 

Die Lebensdauer moderner Einblasdämmstoffe ist extrem hoch. Einmal fachgerecht eingebracht, behalten Produkte aus EPS oder Mineralwolle ihre dämmenden Eigenschaften über die gesamte Lebensdauer des Gebäudes bei. Sie sacken bei korrekter Verdichtung nicht ab, verrotten nicht und müssen im Laufe der Jahrzehnte nicht erneuert werden.

Kann der Dämmstoff in der Wand absacken?  

Nein, wenn Fachleute die Dämmung einbringen, passiert das nicht. Moderne Maschinen blasen das Material mit exakt berechnetem Druck ein. Dadurch verfilzen oder verdichten sich die Flocken und Perlen so stark, dass sie dauerhaft formstabil bleiben.

Hilft die Methode auch gegen Straßenlärm?  

Ja, besonders mineralische Dämmstoffe wie Steinwolle absorbieren den von außen kommenden Schall sehr gut. Nach der Sanierung ist deutlich weniger davon zuhören.

 

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