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18 Deutsche Solar­hersteller: Wessen Module sind Made in Germany?

Solarmodule aus Deutschland: Sind die nicht viel zu teuer? Und gibt es überhaupt noch Firmen, die hier produzieren? Hier er­hältst du einen Überblick zu den größten deutschen Solarherstel­lern, wo sie ihre Produkte ferti­gen und was für den Kauf spricht. 

Deutsche PV-Module-Herstel­ler: Liste, Ran­king & Vergleich mit Asien

In 4 Schritten zur richti­gen Hersteller-Wahl 

Lass dich nicht von technischen Daten erschlagen. So findest du die richtigen Module:

  1. Definiere dein Ziel: Willst du die absolut günstigste Anlage (→ Asien) oder ma­xi­male Sicherheit und Lang­lebigkeit (→ Deutsch­land)?
  2. Prüfe das Datenblatt: Su­che nach dem "Ursprungs­land" oder "Country of Ori­gin". "Designed in Germa­ny" heißt fast immer "Made in China".
  3. Achte auf die Produktga­rantie: Deutsche PV-Her­steller legen viel Wert auf Qualität und geben des­halb oft eine Produktga­rantie von 20 oder mehr Jahren. Diese ist wichtiger als die Leistungsgarantie, welche dir einen Mindest­ertrag zusichert.
  4. Frage deinen Installateur: Viele Handwerker haben Vorzugsmarken. Frage des­halb konkret nach Angebo­ten mit Modulen von deut­schen Herstellern.

Welche Photo­voltaik-Herstel­ler es 2026 noch in Deutschland gibt

Einst gehörten sie zu den Pionieren der Solarbranche, heute macht ihnen die ausländische Konkurrenz zu schaffen: Gab es in den 80er- und 90er-Jahren um die 60 Photovoltaik-Hersteller in Deutschland, halbierte sich die Zahl in 2010ern. Weitere In­solvenzen folgten, sodass es inzwi­schen weniger als 20 deutsche So­larhersteller sind. Diese lassen sich in zwei Kategorien unterteilen: Un­ternehmen, die an Deutschland als Fertigungsstandort festhalten, und Unternehmen, die ihre Module aus Kostengründen im Ausland fertigen lassen.

Deutsche Produzen­ten: Fertigung „Made in Germany“

Solarhersteller der ersten Kategorie betreiben eigene Fertigungslinien in Deutschland. Ihre Produkte sind ide­al für dich, wenn du Wert auf kurze Lieferketten, Nachhaltigkeit und Ga­rantie-Sicherheit nach deutschem Recht legst.

AVANCIS

  • Gründungsjahr: 2006
  • Hauptsitz: Torgau (SN)
  • Fertigung: Torgau
  • Module: CIGS-Module für Solar-Fassaden, Solardächer und Freiflächen
  • Produktgarantie: 10 Jahre
  • Leistungsgarantie: 25 Jahre
  • Nachhaltigkeit: CIGS-Solar­mo­dule benötigen im Vergleich zu kristallinen Modulen nur etwa ein Hundertstel an Material. Bei der Produktion verzichtet das Unternehmen auf umwelt­schädliche Substanzen wie Cadmium und Blei. Seit 2024 werden die Solarmodule zu 100 % mit Ökostrom herstellt.

AVANCIS ging aus dem Unternehmen Arco Solar hervor, welches bereits 1981 an Dünnschicht-Solarzel­len forschte. 1990 wurde es von Sie­mens Solar übernommen, das 2002 dann von Shell Solar. 2006 brachte Shell die CIGS-Sparte in ein Joint Venture mit Saint-Gobain ein. Das daraus entstandene Gemeinschafts­unternehmen erhielt den heutigen Namen. 2008 ging die erste Produk­tionslinie in Deutschland an den Start. 2011 folgte eine zweite. Mitt­lerweile besitzt der deutsche Solar­hersteller auch zwei asiatische Toch­terunternehmen.

AxSun Solar

  • Gründungsjahr: 2004
  • Hauptsitz: Laupheim-Baustetten (BW)
  • Fertigung: Laupheim-Baustetten
  • Module: dachintegrierte Denkmalschutz-Module, bifaziale Freiflächen-Module, Indach-Module, bifaziale Glas-Glas-Module, Glas-Folie-Module
  • Produktgarantie: 20 (Glas-Folie) bzw. 30 Jahre (Glas-Glas)
  • Leistungsgarantie: 30 Jahre
  • Nachhaltigkeit: Mittels ener­gieeffizienter Produktions­an­lagen und dem verstärkten Ein­satz erneuerbaren Energien sorgt das Unternehmen für eine möglichst niedrige CO₂-Bilanz der Solarmodule. Bei der Her­stellung verwendet es umwelt­freundliche Materialien. Da­durch lassen sich die Module nach ihrer Nutzung auch leich­ter recyceln.

AxSun Solar ist ein familienge­führ­tes Unternehmen, das in den ersten Jahren als Installationsbetrieb von Solarthermie-Anlagen tätig war. Zum PV-Module-Hersteller wurde es erst 2008. Neben Aufdach-Modulen bietet es mittlerweile auch Indach- und Freiflächen-Module an. Das Produkt­portfolio von AxSun umfasst außer­dem ein speziell für denkmalge­schützte Gebäude konzipiertes Mo­dul in Kupferbraun.

Heckert Solar

  • Gründungsjahr: 2001
  • Hauptsitz: Chemnitz (SN)
  • Fertigung: Langenwetzendorf (TH)
  • Module: bifaziale Glas-Glas-Module, monokristalline TOPCon-Module, monokristalline PERC-Module
  • Produktgarantie: 15 bzw. 30 Jahre
  • Leistungsgarantie: 25 bzw. 30 Jahre
  • Nachhaltigkeit: Heckert Solar legt bei der Herstellung der Solarmodule Wert auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen. Maß­nahmen, die das Unternehmen dafür ergreift: 100 % Ökostrom (z. T. aus eigenen PV-Test-Anla­gen), Heizen der Büros mit Pro­duktionsabwärme, Brauchwas­ser aus aufgefangenem Regen­wasser, Abfalltrennung, Mähen mit Schafen, Recycling schad­hafter Module.

Heckert Solar brachte 2003 sein ers­tes Solarmodul auf den Markt. In der Anfangszeit erfolgte die Produktion in Chemnitz. 2021 kam dann Langen­wetzendorf als Produktionsstandort dazu. Derzeit arbeitet der Photovol­taik-Hersteller zusammen mit Watt­kraft und Interfloat daran, in Deutsch­land wieder mindestens 90 % der PV-Wertschöpfungskette auf­zubauen.

Heliatek

  • Gründungsjahr: 2006
  • Hauptsitz: Dresden (SN)
  • Fertigung: Dresden
  • Module: Solarfolien, die auf or­ganischer Photovoltaik-Techno­logie basieren und per inte­griertem Rückseitenkleber leicht auf verschiedene Ober­flächen geklebt und dank in­te­griertem Anschlusssteckern sofort angeschlossen und ge­nutzt werden können; keine Unterkonstruktion und Hinter­lüftung erforderlich.
  • Nachhaltigkeit: Solarfolien ha­ben eine Umweltauswir­kung von nur 3 bis 15 g CO2-Äquivalent je Kilowattstunde – bis zu 6-mal niedriger als Sili­zium-Module und sogar bis zu 50-mal geringer als der globale Strommix. Meist dauert es kei­ne 6 Monate, bis sich die bei der Herstellung benötigte Ener­gie amortisiert. Die Produktion erfolgt bei Heliatek mittels energieeffizientem Rolle-zu-Rolle-Verfahren mit geringem Materialeinsatz.

Heliatek entstand 2006 als Ausgrün­dung der TU Dresden und der Univer­sität Ulm. Von 2007 bis 2011 beschäf­tigte sich das Unternehmen mit der Forschung und Entwicklung im Be­reich der organischen Photovoltaik und konnte so die Zukunftsfähigkeit der Technologie beweisen. Zwischen 2012 und 2017 startete es eine For­schungsproduktlinie. 2019 ging die Fertigung von Solarfolien dann in Serie. Inzwischen ist Heliatek welt­weit anerkannter Marktführer in organischer Photovoltaik und hält bereits über 450 Patente.

Solar Fabrik

  • Gründungsjahr: 2016
  • Hauptsitz: Laufach am Untermain (BY)
  • Fertigung: Aschaffenburg (BY), China
  • Module: bifaziale Halbzellen-Module, PERC-Module
  • Produktgarantie: 15 Jahre
  • Leistungsgarantie: 25 bzw. 30 Jahre
  • Nachhaltigkeit: Das Unter­neh­men fördert umweltfreundliche Produktionsprozesse und nutzt erneuerbare Energien.

Solar Fabrik produzierte seine Modu­le bis 2018 in Deutschland, verlagerte seine Modul-Produktion dann jedoch nach China. 2024 begann der deut­sche Solarhersteller mit dem Bau ei­ner neuen Produktionshalle in Aschaffenburg. Seit Herbst 2025 stellt er dort wieder Solarmodule „Made in Germany“ her.

Sonnenstromfabrik

  • Gründungsjahr: 1999
  • Hauptsitz: Wismar (MV)
  • Fertigung: Wismar
  • Module: gerahmte und unge­rahmte Glas-Glas-Module, gerahmte Glas-Folie-Module, Low Carbon-Module, Off-Grid-Module und Indach-Module
  • Produktgarantie: 25 bzw. 30 Jahre
  • Leistungsgarantie: 26 bzw. 30 Jahre
  • Nachhaltigkeit: Die Sonnen­stromfabrik produziert mit den neuesten Methoden (z. B. Filter­technik) und Technologien, um den CO2-Ausstoß so gering wie möglich zu halten, und opti­miert dahingehend laufend seine Prozesse. Bei der Herstel­lung der Serie „Low Carbon“ fällt der CO2-Ausstoß etwa 40% niedriger als bei Modulen euro­päischer Mitbewerber und so­gar bis zu 75 % niedriger im Ver­gleich zu chinesischen Modu­len. Dazu trägt auch bei, dass das Unternehmen seine Ma­schinen überwiegend mit So­larstrom aus den eigenen PV-Modulen betreibt. Außerdem setzt der Photovoltaik-Herstel­ler auf Kooperationen mit eu­ropäischen Partnern und Liefe­ranten, um die Lieferkette kurz zu halten.

Sonnenstromfabrik ist der Marken­name der CS Wismar GmbH, welche das Werk 2016 von der Centrosolar Group AG übernahm. Diese hatte 2006 die 1996 gegründete Solar GbR erworben und in Centrosolar Sonnen­stromfabrik GmbH umbenannt. Der Wismarer Solarhersteller versorgt die inzwischen ganz auf den US-Markt fokussierte Centrosolar mit deut­schen PV-Modulen. Das Unterneh­men produziert sowohl eigene Pro­dukte als auch Fremdmodule im Auf­trag anderer Solarhersteller. Es hat auch ein spezielles Verfahren für die Laminierung der Module entwickelt, welches ihnen eine besondere Fes­tigkeit verleiht. Für Anlagen in beson­ders schneereichen Regionen bietet es Module mit Schneelastaufrüstung an. Dabei wird mittels spezieller Kle­betechnik im Rahmeninneren ver­hindert, dass der heruntergleitende Schnee Schäden auf den Dächern verursacht.

Sunset Solar

  • Gründungsjahr: 1979
  • Hauptsitz: Adelsdorf (BY)
  • Fertigung: Löbichau (TH)
  • Module: eine Vielzahl verschie­dener Solarmodule in allen er­denklichen Leistungsklassen
  • Produktgarantie: 5 Jahre
  • Leistungsgarantie: 25 Jahre
  • Nachhaltigkeit: Die Fertigung der Solarmodule wurde CO₂-neutral gestaltet.

Sunset Solar ist nicht nur ein Her­steller deutscher Solarmodule, son­dern bietet auch Dienstleistungen im Bereich Solarenergie an. So plant, installiert und wartet das Unter­neh­men sowohl PV- als auch Solarther­mie-Anlagen sowie Speichersysteme und Ladestationen für Elektrofahr­zeuge. Weltweit hat es schon die un­ter­schiedlichsten Solarstrom-Insel­systeme aufgebaut. Diese eignen sich sowohl für Schulen und Kran­ken­häuser als auch für Yachten und Wohnmobile. Auch Balkonkraftwerke hat der Solarhersteller im Portfolio.

Zwei deutsche Solarher­steller weniger seit 2025 

Mehrere Jahre fertigten auch die Solarhersteller aleo Solar und Meyer Burger ihre Module in Deutschland. 2025 gaben beide Unternehmen die Schließung ihrer deutschen Produktions­stätten bekannt.

Engineering-Mar­ken: Deutsche Ent­wicklung, globa­le Fertigung

Solarhersteller der zweiten Kategorie haben ihren Hauptsitz, ihre For­schungslabore sowie ihr Qualitäts­management in Deutschland. Die Produktion ihrer Module findet je­doch in Auftragsfabriken im Ausland statt.

1Komma5°

  • Gründungsjahr: 2021
  • Hauptsitz: Hamburg (HH)
  • Fertigung: China
  • Module: schwarze TOPCon-Module
  • Produktgarantie: 30 Jahre
  • Leistungsgarantie: 30 Jahre
  • Nachhaltigkeit: Das Silizium stammt meist aus Deutsch­land, Norwegen oder den USA. In Deutschland (Burghausen (BY) u. Nünchritz (SN)) stellt die Firma Wacker Chemie daraus das für die Solarzellen benötig­te Polysilizium her. Da dies un­ter Einsatz von erneuerbarem Strom geschieht, liegt die CO2-Bilanz 50 % unter der von Poly­silizium aus China.

1Komma5° machte sich einen Na­men als Vermittler von Services rund um Solaranlagen und Wärmepum­pen. Mittlerweile besitzt das Unter­nehmen 75 Standorte in Deutsch­land, den Niederlanden, Norwegen, Finnland sowie Australien. Den Schritt zum deutschen Solarmodul­hersteller begründet 1Komma5° mit dem Wunsch, eine saubere und ethi­sche Lieferkette zu gewährleisten.

AE Solar

  • Gründungsjahr: 2003
  • Hauptsitz: Königsbrunn (BY)
  • Fertigung: Türkei, China; Pro­duktionsstätten in Deutsch­land geplant
  • Module: PERC-Module, TOPCon-Module, HJT-Module, Smart Cell-Module für gleichbleibende Leistung bei teilweise Verschat­tung, PVT-Module für Strom und Warmwasser, Solar-Car­port-Module, Agrivoltaik-Modu­le
  • Produktgarantie: 12, 15 bzw. 25 Jahre Produktgarantie
  • Leistungsgarantie: 30 Jahre
  • Nachhaltigkeit: Die Montage der Module erfolgt mittels in­telligenter Automatisierungen. Dadurch werden Fehler mini­miert und die Effizienz, Langle­bigkeit und Leistung der Modu­le gewährleistet.

AE Solar ist ein von den Gebrüdern Maier gegründetes Familienunter­nehmen. Zunächst bot es nur die Installation von PV-Anlagen an. Seit 2012 ist die Firma auch als deut­scher Solarhersteller tätig. Ihr Ver­triebsnetz erstreckt sich inzwischen über 100 Länder. Das Maskottchen von AE Solar ist der Eisbär Albert. Er soll daran erinnern, wie wichtig der Vollzug der Energiewende für den Planeten ist.

Axitec Solar

  • Gründungsjahr: 2001
  • Hauptsitz: Böblingen (BW)
  • Fertigung: 8 Standorte in u. a. China, Vietnam, Indien, Brasilien und den USA
  • Module: verschiedene bifaziale TOPCon-Module
  • Produktgarantie: 30 Jahre
  • Leistungsgarantie: 30 Jahre

AXITEC entwickelt seine Solarmodule in im baden-württembergischen Bö­blingen, lässt sie aber in Asien und Amerika produzieren. Dabei über­wacht der Photovoltaik-Hersteller von Deutschland aus die gesamte Prozesskette. Neben Solarmodulen umfasst das Portfolio von Axitec auch Stromspeicher, Hybridwechsel­richter und Wallboxen.

Bauer Solar

  • Gründungsjahr: 1985
  • Hauptsitz: Selten (RP)
  • Fertigung: Asien
  • Module: bifaziale Glas-Glas-Module in schwarz, weiß oder transparent 
  • Produktgarantie: 30 Jahre
  • Leistungsgarantie: 30 Jahre

Bauer Solar begann 1985 als Betrieb für Elektroinstallationen. 2003 er­folgte der Einstieg in die Solarindus­trie. Noch im selben Jahr kam das erste eigene Solarmodul auf den Markt. Zwischen 2009 und 2016 ero­berte die familiengeführte Firma schrittweise den europäischen Markt. 2021 erklärte die Financial Times sie zu einem von Europas am schnellsten wachsenden Unterneh­men. 2022 schaffte es dann auch den Sprung in den kanadischen Solarmarkt.

Hanwha Q CELLS

  • Gründungsjahr: 1999
  • Hauptsitz: Bitterfeld-Wolfen (ST) & Seoul (Südkorea)
  • Fertigung: > 40 Standorte in Südkorea, Malaysia, China und den USA
  • Module: verschiedene monokristalline Module 
  • Produktgarantie: 25 Jahre
  • Leistungsgarantie: 25 bzw. 30 Jahre
  • Nachhaltigkeit: Qcells erstellt regelmäßige ökologische Bilan­zen, um für jedes Produkt die Umweltauswirkungen erken­nen und verbessern zu kön­nen. Im Rahmen der Initiative „Energy for Life“ engagieren sich die Mitarbeiter von Qcells weltweit in verschiedenen Projekten. So nutzen sie 2019 von firmeneigenen Modulen angetriebene Solarboote, um den Mekong-Fluss in Viet­nam von Abfall zu befreien.

Qcells brachte zwei Jahre nach seiner Gründung 1999 die erste eigene So­larzelle auf den Markt. Diese ent­wickelte das Unternehmen immer weiter, wodurch es ihm 2011 gelang, einen Wirkungsgrad-Weltrekord auf­zustellen. Weitere Rekorde folgten. 2012 übernahm die südkoreanische Hanwha Gruppe den deutschen So­larhersteller. Die Produktion der Mo­dule wurde daraufhin ins Ausland verlagert. Die Zentrale für Technolo­gie & Innovation befindet sich aber weiterhin in Deutschland. Die Solar­module werden in über 60 Ländern vertrieben. In den USA hat es Qcells zum Marktführer gebracht. Zum Pro­duktportfolio gehören auch Wechselrichter, Montagesys­teme, ein Stromspeicher und eine Wallbox. Seit 2019 fungiert der Pho­tovoltaik-Hersteller in Deutschland auch als Anbieter von Ökostrom und Ökogas.

IBC Solar

  • Gründungsjahr: 1982
  • Hauptsitz: Bad Staffelstein (BY)
  • Fertigung: Asien
  • Module: bifaziale monokristal­line Glas-Glas-Module, TOPCon-Module
  • Produktgarantie: 15 bzw. 25 Jahre
  • Leistungsgarantie: 25 bzw. 30 Jahre
  • Nachhaltigkeit: IBC SOLAR hat sich dazu verpflichtet, mindes­tens 85 Prozent seiner PV-Mo­dule kostenlos zurückzuneh­men und zu recyceln. Dafür ar­beitet es eng mit Entsorgungs­unternehmen zusammen. Je­des Jahr veröffentlicht der Pho­tovoltaik-Hersteller einen Nach­haltigkeitsbericht inklusi­ve CO2-Bilanzierung.

IBC Solar wurde 1982 als Internatio­nal Battery Consulting gegründet. Seine Umbenennung erfolgte 2000, als das Unternehmen zur Aktienge­sellschaft wurde. Seine ersten eige­nen Solarmodule kamen 1998 auf den Markt. Seit 2011 produziert der Solarhersteller auch Stromspeicher. IBC Solar vertreibt alle PV-Kompon­enten in über 30 Ländern.

Luxor Solar

  • Gründungsjahr: 2007
  • Hauptsitz: Stuttgart (BW)
  • Fertigung: Europa, Asien
  • Module: (reflexionsarme) TOPCon-Module, bifaziale TOPCon-Module, bifaziale HJT-Module, bifaziale Halbzellen-Module, monokristalline Halbzellen-Module, Inselmodule, individuell gefertigte Spezialmodule (Mindestmenge: 100 Module)
  • Produktgarantie: 10, 15 bzw. 30 Jahre
  • Leistungsgarantie: 25 bzw. 30 Jahre

Luxor Solar wurde 2007 am heutigen Firmensitz in Stuttgart gegründet. 2012 und 2016 entstanden Niederlas­sungen in Tokio und Kalifornien. In 85 Ländern vertreibt der deutsche Solarhersteller mittlerweile seine Premium-Module.

Senec Solar

  • Gründungsjahr: 2009
  • Hauptsitz: Leipzig (SN)
  • Fertigung: Asien
  • Module: schwarze TOPCon-Module, PERC-Halbzellen-Module
  • Produktgarantie: 30 Jahre
  • Leistungsgarantie: 25 bzw. 30 Jahre

SENEC Solar wurde 2009 gegründet und war zunächst als Vertrieb von PV-Anlagen tätig. 2011 brachte das Unternehmen seinen ersten Strom­speicher auf den Markt. Seit März 2018 gehört SENEC zur ENBW Energie Baden-Württemberg AG. Seit 2019 fertigt das Unternehmen Solarmodu­le. Sein Portfolio umfasst außerdem eine Wallbox, ein Energiemanage­mentsystem und eine Strom-Cloud. Der deutsche Solarhersteller besitzt Tochtergesellschaften in Italien und Australien.

Solarwatt

  • Gründungsjahr: 1993
  • Hauptsitz: Dresden (SN)
  • Fertigung: China
  • Module: bifaziale TOPCon-Module, (bifaziale) PERC-Module
  • Produktgarantie: 30 Jahre
  • Leistungsgarantie: 30 Jahre
  • Nachhaltigkeit: Durch den Einsatz modernster Technolo­gien und Produktionsverfahren verursacht die Herstellung der Solarwatt-Module im Vergleich zu herkömmlichen Modulen über 50 % weniger CO2-Emis­sionen. Die entstehenden CO2-Emissionen kompensiert das Unternehmen durch Investition in Umweltprojekte (z. B. Kenia­nisches Biogas-Programm). Die Solarmodule erfüllen außerdem höchste Recyclingquoten für Rohmaterialien.

Solarwatt brachte 1998 seine ersten eigenen Module auf den Markt. In den Anfangsjahren erfolgte die Pro­duktion vollständig in Deutschland. 2017 musste das Unternehmen diese zu großen Teilen (80 %) nach Asien auslagern, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Im April 2024 gab Solarwatt bekannt, die Fertigung in Sachsen komplett einzustellen. Lediglich For­schung und Entwicklung betreibt der deutsche Solarhersteller weiterhin am Standort Dresden.

Solyco Solar

  • Gründungsjahr: 2020
  • Hauptsitz: Berlin (BE)
  • Fertigung: Asien, Europa
  • Module: bifaziale HJT-Module, bifaziale u. monofaziale TOPCon-Module, standardisier­te PV-Fassade (TOPCon-Module inkl. Unterkonstruktion)
  • Produktgarantie: 30 Jahre
  • Leistungsgarantie: 30 Jahre

Solyco ging aus dem seit 1996 täti­gen Photovoltaik-Hersteller Solon hervor. Dieser entwickelte 2009 die ersten bifazialen Module, welche 2015 in Serie gingen. Solyco hat diese weiterentwickelt. Außerdem bietet das Unternehmen ein Solarsystem für Flachdächer, das in Zusammen­arbeit mit dem ISC Konstanz und der HTW Berlin entstanden ist, sowie eine vorgehängte hinterlüftete PV-Fassade. Für Ziegeldächer hat der deutsche Solarhersteller ein werk­zeuglos anzubringendes Hakensys­tem mit dazu passenden Modulen konzipiert.

Viessmann

  • Gründungsjahr: 1917
  • Hauptsitz: Allendorf an der Eder (HE)
  • Fertigung: Asien
  • Module: schwarze monokristal­line Module u. dunkel­blaue polykristalline Module
  • Produktgarantie: 15 Jahre
  • Leistungsgarantie: 25 Jahre
  • Nachhaltigkeit: Viessmann verfolgt eine unternehmens­weite Klimastrategie.

Viessmann wurde 1917 als Heiztech­nik-Hersteller gegründet. Inzwischen bietet das Unternehmen in 120 Län­dern Heiz-, Kühl- und Lüftungssyste­me sowie erneuerbare Energielösun­gen an. Dazu zählen auch eigene PV-Module und Stromspeicher.

Die größten Photovoltaik-Hersteller in Deutschland und weltweit

Ein Indikator für wirtschaftlichen Erfolg in der Solarindustrie ist die Produktionskapazität – in Gigawatt peak. Denn nur, wer große Werkshallen und ausreichend Ab­nehmer hat, kann auch viel produ­zieren. Nicht alle der genannten So­larhersteller machen Angaben zu ihrer Produktionskapazität. Unter denen, die sie nennen, nehmen fol­gende Unternehmen die Spitzenplät­ze ein:

1. Hanwha Q CELLS: 12,4 GWp

2. Luxor Solar: 6,8 GWp

3. Axitec Solar: 2 GWp

Die meisten der anderen deutschen Solarmodulhersteller bleiben mit ih­ren Produktionskapazitäten unter 1 GWp – vor allem jene, die ausschließ­lich in Deutschland produzieren. Mit einer Kapazität von 400 MWp ist Heckert Solar der größte inländisch produzierende Solarhersteller.

 

Ein Blick auf die größten Solarher­steller der Welt zeigt jedoch, dass noch viel mehr möglich ist: 2023 führte Tongwei mit 65,5 GWp das Ranking an, gefolgt von JinkoSolar mit 60,2 GWP und LONGI mit 58,4 GWP. Jedes Unternehmen für sich kommt auf ein Vielfaches dessen, was alle deutschen Solarhersteller zusammen produzieren. Bei den zehn absatzstärksten Solarherstel­lern handelt es sich fast ausschließ­lich um chinesische Firmen. Einzige Ausnahme: Canadian Solar auf Rang 7. Deren Module werden aber eben­falls in China produziert.

Da die chinesischen Photovoltaik-Hersteller in der Lage sind, Solarzellen und Module in Massen zu produzieren, können sie diese auch zu niedrigeren Preisen anbieten als die in Deutschland an­sässigen. Das macht sie zu den Marktführern für Solaranlagen. Auch von den in Deutschland installierten Modulen stammen circa 80 Prozent aus Asien.

Preisvergleich: Warum Solar­module aus Asi­en günstiger sind

PV-Module deutscher Herstel­ler kosten oft 20–40 Prozent mehr als Module asiatischer Hersteller:

Hersteller-Region Preise Beispiel-Marken Technologie
China 0,10 – 0,14 €/Wp Jinko, Trina, JA Solar, Longi Fokus auf hohe Wirkungsgrade (teils > 24 %)
Deutschland (Engineering) 0,13 – 0,18 €/Wp Luxor, Axitec
Deutschland (Produktion) 0,25 – 0,35 €/Wp Heckert, Sonnenstromfabrik führend bei Glas-Glas-Modulen (höhere mechanische Belastbarkeit und Langlebigkeit)
USA (Premium) > 0,40 €/Wp SunPower (Maxeon) Fokus auf IBC-Zellen (sehr effizient, aber teuer in der Herstellung)

Daten basieren auf aggregierten Marktanalysen

Asiatische Solarhersteller können ihre Module günstiger anbieten, da sie niedrigere Produktionskosten haben. Die Gründe dafür:

  • riesige, automatisierte Pro­duktionsstätten ("Giga­facto­ries")
  • niedrigere Löhne
  • geringere Umweltstandards
  • hohe staatliche Förderung

Dies hat zur Folge, dass immer mehr Solarhersteller aus Deutschland ihre Produktion nach Asien verlagern, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Bisher selten 100 % Made in Germany 

Selbst dann, wenn die Fertigung der Module komplett in Deutschland stattfindet: 100 % Made in Germany sind die meis­ten deutschen Solarmodule nicht. So stammen die dafür nötigen Solarzellen zumeist von ausländischen Zulieferern. Denn ihre Fertigung ist sehr stromintensiv.

Vorteile von Solarmodulen aus Deutschland

Trotz des höheren Preises gibt es doch einige Argumente, die für deutsche Solarmodule sprechen:

  • höhere Garantien: Deutsche Solarhersteller vergeben auf ihre Module oft Garantien von 20–30 Jahren. Bei asiatischen Herstellern sind es meist nur 12–15 Jahre.
  • deutsche Rechtssicherheit: Bei einer deutschen GmbH oder AG gilt deutsches Recht und der Gerichtsstand ist in Deutschland. Die Durchsetzung von Ansprüchen gegen insol­vente oder ferne asiatische Hersteller ist für Privatkunden oft aussichtslos. Insolvenzwel­len – auch in China – zeigen, dass Größe nicht vor dem Aus schützt.
  • greifbarer Service: Bei deut­schen Herstellern gibt es direkt vor Ort Ansprechpartner. Der Kontakt zu ausländischen Fir­men erfolgt meist nur über den Händler oder Importeur und nicht immer in deutscher Sprache.
  • bessere CO2-Bilanz: PV-Module aus EU-Fertigung verursachen rund 40 % weniger CO2-Emis­sionen als chinesische Module. Dies resultiert aus dem saube­reren europäischen Strommix in der Produktion und den kür­zeren Transportwegen. Glas-Glas-Module ohne Aluminium­rahmen schneiden dabei be­sonders gut ab.
  • langlebige Module: Deutsche Hersteller implementieren oft strengere Qualitätskontrollen – wie eine Elektrolumineszenz-Prüfung, um Mikrorisse auszu­schließen. Dadurch stellen sie sicher, dass sich die Leistung der Module über deren Laufzeit hinweg nur geringfügig verrin­gert.
  • chemische Sicherheit: Wer in der EU Module herstellt, muss die Chemikalienverordnung RoHS einhalten – darf also to­xische Schwermetalle wie Blei oder Cadmium nur in unbe­denklichen Mengen verbauen. Dies ist bei der späteren Ent­sorgung oder bei Brandschä­den relevant.
  • ständige Verbesserung: In der Forschung und Entwicklung neuer Technologien ist die deutsche Solarindustrie nach wie vor Weltklasse. Hier ansäs­sige Unternehmen können auf dieses Know-how zurückgreifen.
  • auch Nischenprodukte: Wäh­rend asiatische Hersteller auf Standardmodule setzen, haben Photovoltaik-Anbieter aus Deutschland auch Module für spezielle Anwendungsfälle im Portfolio – z. B. in Rot für denk­malgeschützte Gebäude oder besonders stabil für schnee­reiche Regionen.
Solaranlagen auf Hallendach
Deutsche Solarhersteller nutzen oft den Solarstrom ihrer eigenen PV-Anlagen für die Produktion ihrer Module | Foto: Achim Banck – stock.adobe.com
Meine Empfehlung: Bei Solarmodulen den Preis nicht überbewerten 

Mit Blick auf den Preis mögen Solarmodule aus Asien die bes­sere Wahl sein. Bei einer PV-An­lage machen die Module je­doch nur einen geringen Teil der Kosten aus. Viel entschei­dender sind die Ausgaben, die bei der Installation der Anlage anfallen – z. B. für Gerüst, Elek­trik und Montage. Hier kannst du sparen, indem du von mehre­ren Solarteuren Angebote ein­holst und dir das günstigste heraussuchst.

Lass dich bei der Entscheidung für die Module deiner Anlage al­so nicht allein vom Preis leiten. Bei Modulen deutscher Herstel­ler sind lange Garantien, hohe Belastbarkeit und rechtliche Absicherung inbegriffen. Au­ßerdem legen sie viel Wert auf Nachhaltigkeit: eine möglichst emissionsarme Fertigung, wenig Schwermetalle und faire Arbeits­bedingungen.

Wählst du deutsche Module, un­terstützt du einheimische Unter­nehmen und bekommst ein gu­tes Gefühl gratis dazu.

Frau mit braunen Haaren und schwarzem Oberteil vor grünem Hintergrund lächelt in die Kamera.
Ariane Müller

Fachredakteurin für Energiethemen

Ich recherchiere und rechne, analysiere Forschungsdaten und Förderprogramme – damit du auf einen Blick erfährst, welche Maßnahmen sich für dein Haus lohnen. Als Altbau-Besitzerin weiß ich aus eigener Erfahrung, wie kostspielig Sanierungen sein können und wie wichtig es ist, gut informiert zu sein.

FAQ: Häufig ge­stellte Fragen zu Solarherstellern

Sind deutsche Solarmo­dule besser als chinesi­sche? 

In Bezug auf die Stromausbeute nicht unbedingt, da chinesische Top-Modelle ebenfalls sehr effi­zient sind. Deutsche Solarmodule sind jedoch oft "besser“, was Ver­arbeitungsqualität, Widerstands­fähigkeit, Garantiebedingungen und Nachhaltigkeit angeht.

Wer ist der größte Photo­voltaik-Hersteller in Deutschland? 

Nach Produktionskapazität ist Hanwha Q CELLS der Marktführer unter den deutschen Solarherstel­lern. Von denen, die ihre Module rein in Deutschland fertigen, ist aktuell Heckert Solar der größte.

Was kostet ein deutsches Solarmodul? 

Während asiatische Module im Großhandel teilweise auf 10–15 Cent pro Watt-Peak gefallen sind, liegen Module aus deutscher Fer­tigung deutlich darüber. Für eine typische 10 kWp-Anlage bedeutet das oft einen Mehrpreis von 1.000 bis 2.000 Euro für die Module – was sich aber durch deren Langle­bigkeit amortisieren kann.

Kostensparend zur Solaranlage

Die Kosten für eine Solaranlage unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. Über uns erhältst du Kontakt zu gleich mehreren So­larteuren in deiner Umgebung. Indem du deren Angebote ver­gleichst, sicherst du dir deine Solaranlage zum bestmöglichen Preis.

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