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Gasheizung: Diese Kosten erwarten dich

Die Zeiten, in denen man mit Gas günstig heizte, sind vorbei. Jetzt noch einmal eine neue Gasheizung anzuschaffen, ist meist keine gute Idee. So sind die Kosten für Gerät und Installation zwar niedrig. Die stetig steigende CO2-Abgabe, wachsende Netzentgelte und die gesetzliche Biogas-Quote treiben ihre Betriebskosten jedoch immer weiter in die Höhe. Hier erfährst du, mit welchen Ge­samt­­kosten du rechnen solltest und welches andere Heizsystem dich dagegen sparen ließe.

Gasheizung: Auslaufmodell mit steigenden Kosten

Kosten machen Gasheizung zu schlechter Wahl

Eine Gasheizung ist billig in der Anschaffung und teuer im Betrieb. Ihr Einbau ist nicht mehr zu empfehlen. Sie sollte höchstens als Übergangslösung dienen. Nutze stattdessen die hohen staatlichen Zuschüsse für den Umstieg auf eine Wärmepumpe. Deren Betriebs­kosten sind schon heute niedri­ger. Je höher die Kosten für CO2-Abgabe und Netzentgelte stei­gen, desto mehr sparst du, wenn du nicht mehr mit Gas heizt.

Gasheizung vs. Wärmepumpe: Der Kosten-Vergleich

Ein Blick auf die Gesamtkosten, die ein Heizsystem über eine Betriebs­dauer von 20 Jahren verursacht, zeigt:

  • Eine Gasheizung ist in der Anschaffung am günstigsten, aber durch hohe Betriebs­kosten insgesamt am teuersten.
  • Eine Gas-Hybridheizung ist in der Anschaffung am teuersten und hat die höchsten War­tungs­kosten, kommt aber durch niedrigere Energie­kos­ten auf geringere Gesamt­kosten als die Gasheizung.
  • Eine Wärmepumpe ist dank der staatlichen Förderung nur geringfügig teurer als eine Gasheizung und hat durch ihre niedrigen Energie- und Wartungskosten die mit Ab­stand geringsten Gesamt­kosten.
Kostenpunkt Gasheizung Gas-Hybridheizung (Wärmepumpe + Gas) Wärmepumpe
Investitionskosten 12.000 € 33.000 € 30.000 €
Durchschnittliche Förderung 0 € -7.500 € (35 % auf WP-Anteil (65 %)) -16.500 € (55 %)
Preis abzgl. Förderung 12.000 € 25.500 € 13.500 €
Wartung (20 Jahre) 6.000 € (300 €/Jahr) 9.000 € (450 €/Jahr) 3.000 € (150 €/Jahr)
Energiekosten (20 Jahre, inkl. CO₂-Preis) 75.000 € 52.000 € 45.000 €
Gesamtkosten (20 Jahre) 93.000 € 86.500 € 61.500 €

(teilsaniertes Einfamilienhaus mit 150 m² und 21.000 kWh Wärme­bedarf)

Die Anschaf­fungs­kosten: Was kostet eine neue Gashei­zung mit Mon­tage?

Die Anschaffungskosten für eine neue Gasheizung sind vergleichs­weise niedrig. Für ein typisches Einfamilienhaus kannst du bei einem Kesseltausch mit Kosten zwischen 8.500 und 16.000 Euro rechnen:

Kostenpunkt Kosten (inkl. MwSt.)
Gas-Brennwertkessel 4.000 – 7.000 €
Installation & Demontage 2.000 – 3.500 €
Warmwasserspeicher 1.000 – 2.000 €
Schornsteinsanierung 1.000 – 2.500 €
Hydraulischer Abgleich 500 – 1.000 €
Gesamt-Anschaffungskosten Ø 8.500 – 16.000 €

Neue Gasheizung ist im Preis niedrig

  • Eine neue Gasheizung – ein moderner Gas-Brennwert­kessel – kostet zwischen 4.000 und 7.000 Euro. H2-Ready-Geräte, die auch Wasser­stoff verbrennen können, sind etwa 2.500 Euro teurer.
  • Eine Gas-Hybridheizung ist teurer in der Anschaffung. Denn sie besteht aus zwei Komponenten: einem Gas­kessel und einem erneuer­baren Heizsystem. Die Höhe der Kosten hängt von der Variante ab: Eine Gasheizung + Solarthermie-Anlage liegt preislich bei 15.000 bis 25.000 Euro. Die Kombination Gasheizung + Wärmepumpe kostet zwischen 25.000 und 40.000 Euro.
  • Bei Gasetagenheizungen in Mehrfamilienhäusern hängen die Kosten von der Anzahl der Wohneinheiten ab. Pro Wohnung liegen sie meist zwischen 3.500 und 7.000 Euro.
Control Panel einer modernen Gasheizung
Eine Gasheizung punktet mit niedrigen Anschaffungskosten. | Bild: Oleksandr Delyk – stock.adobe.com

Eine Gasheizung kommt selten allein: Zusatzkosten bedenken

Die reinen Gerätekosten sind jedoch nur die halbe Miete. Bei einer Hei­zungs­modernisierung musst du häufig auch diese Ausgaben mit einplanen:

  • Demontage und Entsorgung: Der Ausbau des alten Kessels kostet zwischen 500 und 2.000 Euro.
  • Warmwasserspeicher: Ein neuer Puffer- oder Warm­wasserspeicher schlägt mit 1.000 bis 2.000 Euro zu Buche.
  • Anpassung des Abgas­systems: Moderne Brenn­werttechnik erzeugt feuchte, säurehaltige Abgase. Alte, gemauerte Schornsteine halten dem nicht stand und müssen saniert werden – meist durch Einzug eines Edelstahl- oder Kunststoff­rohrs. Dies kostet 1.000 bis 2.000 Euro.
  • Hydraulischer Abgleich: Ist notwendig, damit die Wärme effizient verteilt und keine Energie verschwendet wird. Kosten hierfür liegen bei etwa 500 € bis 1.000 Euro.
  • Gasanschluss: Falls du von Öl umsteigst und dein Haus bisher keinen Gasanschluss hat, kommen für die Neuver­legung je nach Anbieter und Aufwand 1.500 bis 3.500 Euro hinzu. Ähnlich hoch fallen die Kosten für einen Flüssiggas­tank aus.
  • Austausch von Heizkörpern: Eine Gas-Hybridheizung arbeitet nur mit niedrigen Vorlauftemperaturen (ca. 35-55°C) effizient. Alte Radiatoren sind dafür oft zu klein. Ein Austausch gegen moderne Niedertemperatur-Heizkörper kann 350 bis 400 Euro pro Stück kosten.
Förderung nur für Gas-freie Heizungsarten
  • Für Gasheizungen gibt es keine Förderung mehr.
  • Bei einer H2-Ready-Gas­heizung kannst du dir die Mehrkosten für die Umstel­lung auf 100 %-Wasserstoff­betrieb fördern lassen. Um den Zuschuss zu erhalten, muss dein Haus sich in einem Wasserstoffnetz­ausbaugebiet befinden und ein entsprechender Versorgungsfahrplan seitens des Netzbetrei­bers vorliegen.
  • Bei einer Gas-Hybrid­heizung bezuschusst der Staat nur die erneuer­bare Komponente – also die Wärmepumpe oder die Solarthermie-Anlage. Allerdings fällt die Förde­rung hier etwas geringer aus als für eine reine Wärmepumpe. Denn den maximal möglichen Fördersatz bekommst du nur, wenn du beim Heizen künftig komplett auf fossile Brennstoffe ver­zich­test.
  • So übernimmt der Staat bei Einbau von umwelt­schonenden und CO2-armen Heizsystemen wie Wärmepumpen und Pelletheizungen bis zu 70 % der förderfähigen Kosten. Bei einem Ein­fami­lienhaus sind das bis zu 21.000 Euro. Dadurch schrumpft der Preisvorteil der Gasheizung. Bei maxi­maler Förderung kann dich eine Wärmepumpe sogar weniger kosten als ein neuer Gaskessel.

Die Betriebs­kosten: Das zahlst du für eine Gasheizung pro Jahr

Noch wichtiger für die Rechnung sind die Kosten, die während des Betriebs einer Gasheizung anfallen. Ein Haushalt mit einem Wärme­bedarf von 20.000 kWh kommt aktuell mit Gas, Wartung und Schornsteinfeger auf Betriebskos­ten von durchschnittlich 2.700 Euro im Jahr. Diese werden in Zukunft steigen und das Heizen mit Gas noch teurer machen.

Faktor Gasheizung Luft-Wasser-Wärmepumpe
Energiebedarf 20.000 kWh 6.667 kWh (JAZ 3,0)*
Arbeitspreis 11 ct/kWh (Gas) 33 ct/kWh (Strom)
Grundpreis pro Jahr 225 € 0 € (bereits für Haushaltsstrom bezahlt)
Netzentgelt-Rabatt (§14a EnWG) -150 €
Wartung + Schornsteinfeger 300 € 150 €
Gesamt pro Jahr ~ 2.725 € ~ 2.200 €

*JAZ = Jahresarbeitszahl. Eine JAZ von 3 bedeutet, die Wärmepumpe erzeugt aus 1 kWh Strom 3 kWh Wärme

Mit Gas heizen kostet

Die Kosten für Gas setzen sich aus dem Arbeitspreis pro Kilowattstunde und einer monatlichen Grundgebühr zusammen.

  • Im Frühjahr 2026 liegt der Arbeitspreis bei durch­schnitt­lich 11 Cent je Kilowattstunde.
  • Der Grundpreis für die Netz­nutzung, den Zähler und die Abrechnung beträgt je nach Anbieter zwischen 100 und 350 Euro im Jahr.
Geldscheine vor Gaszähler
Die Kosten für Gas beinhalten auch eine Gebühr für Zähler und Abrechnung. | Bild: volkerr – stock.adobe.com

Der Gaspreis hat sich in den letzten Jahren erhöht und wird in Zukunft weiter steigen. Gründe dafür gibt es mehrere:

Gestiegene Beschaffungskosten

Bis 2021 war der Arbeitspreis für Gas nur etwa halb so hoch wie heute. Neue Importwege sowie die Nut­zung von LNG-Gas haben die Groß­handelspreise ansteigen lassen. Eine Rückkehr zum früheren Preisniveau ist aufgrund der veränderten Welt- und Marktlage unwahrscheinlich.

Steigende CO2-Abgabe

Das Heizen mit Gas verursacht 0,24 Kilogramm CO2 je Kilowattstunde. Seit 2021 ist auf diese Emissionen eine Abgabe zu zahlen. Diese ist Bestandteil des Arbeitspreises und steigt immer weiter an.

  • 2026 und 2027 gilt ein Preis­korridor von 55–65 Euro je Tonne CO2 – also 1,19–1,40 Cent je kWh Gas.
  • Ab 2028 gibt es keinen festen Preis mehr. Über die CO2-Abgabe entscheidet dann der Europäische Börsenhandel (EU-ETS 2). Wie hoch sie künftig ausfällt, ist noch nicht abzusehen.
Starker Anstieg der CO2-Abgabe erwartet

Analysen von verschiedenen wissenschaftlichen Instituten und Finanzanstalten gehen von einem weiteren Anstieg aus. So rechnet beispielsweise BloombergNEF damit, dass die CO2-Abgabe im Jahr 2030 etwa 149 Euro je Tonne betragen wird.

Anstieg der Netz­nutzungs­ent­gel­te

Rund ein Fünftel des Gaspreises entfällt auf die Netzentgelte. Als Nutzer des Gasnetzes musst du dich an den Kosten für dessen Wartung, Instandhaltung und Ausbau beteiligen. 2025 sind die Netzent­gelte vielerorts stark angestiegen, teils um fast 100 %.

Von weiteren Anstiegen ist auszu­gehen. Denn Zahl der Gaskunden sinkt. Immer mehr Haushalte tauschen ihre Gasheizung gegen eine Wärmepumpe. Je weniger Anschlüsse ans Gasnetz es gibt, desto höher der Anteil der verbliebe­nen Gaskunden an den Netzge­büh­ren.

Stilllegung der Gasnetze

Immer mehr Stadtwerke planen, ihre Gasnetze schon vor 2045 stillzulegen. Dann bleibt dir nur noch die Anschaffung eines Flüssiggastanks, um weiter mit Gas heizen zu können.

Pflicht zu teurerem Biogas

Eine ab 2024 installierte Gasheizung darfst du in Zukunft nicht mehr allein mit fossilem Erdgas betreiben. Ab 2029 musst du zu einem gewis­sen Anteil erneuerbare Gase wie Biomethan oder grünen Wasser­stoff verwenden. Diese Biogas-Quote sieht Folgendes vor:

  • ab 2029: mindestens 15%
  • ab 2035: mindestens 30%
  • ab 2040: mindestens 60%

Was die Kosten betrifft: Biogas ist knapper als Erdgas und somit teurer. Mit steigendem Anteil wird auch der Gaspreis steigen.

Heizen mit fossilem Gas ab 2045 verboten

Eine Gasheizung kannst du dann nur noch mit 100 % Biogas oder Wasserstoff betreiben. Ob diese in ausreichender Menge für Privathaushalte zur Verfü­gung stehen werden, ist aller­dings fraglich. Spätestens dann wirst du also wahrscheinlich auf eine andere Heizart umsteigen müssen.

ℹ️ Wechselt du bereits jetzt zu einer Wärmepumpe oder Pelletheizung, profitierst du nicht nur von der derzeit hohen Förderung für erneuer­bare Heizsysteme. Du sparst in den kommenden Jahren auch einiges an Betriebskosten.

Jährliche Kosten für Wartung und Schornsteinfeger

Eine Gasheizung muss jährlich überprüft und gereinigt werden.

Wartungskosten: 150 – 300 Euro

Einmal pro Jahr sind außerdem eine Abgaswegemessung sowie eine Feuerstättenschau vorgeschrieben.

Kosten für den Schornsteinfeger: 50 – 100 Euro

→ Die jährlichen Fixkosten liegen somit bei 200 bis 400 Euro.

ℹ️ Zum Vergleich: Wärmepumpen zu warten, kostet weniger – nur etwa 150 Euro pro Jahr. Die Ausgaben für einen Schornsteinfeger entfallen. Gas-Hybridheizungen verursachen die höchsten Wartungskosten, da beide Systemteile gewartet werden müssen.

Das sagt das Gesetz: Das GEG zu neuen Gas­hei­zungen

Folgende Vorgaben des Gebäu­de­energiegesetzes (GEG) solltest du kennen, bevor du deine Heizungswahl triffst:

  • 65 %-Regel: Jede neu eingebaute Heizung muss zu 65 % mit erneuer­baren Energien betrieben werden. Für Neubauten gilt diese Regel sofort. In Bestandsgebäuden gibt es Übergangsfristen, die an die kommunale Wär­me­planung gekoppelt sind. Großstädte haben dafür bis zum 30. Juni 2026 Zeit, kleinere Städte und Gemeinden bis zum 30. Juni 2028. Solange deine Gemeinde noch keinen Wärmeplan vorge­legt hat, darfst du noch eine neue Gasheizung einbauen. Danach muss es mindestens eine Gas-Hybridheizung sein, die zu mindestens 65 % erneuer­bare Energien nutzt. ℹ️ Tipp: Erkundige dich bei deiner Stadt oder Gemein­de nach dem Stand der Wärmeplanung. Damit gehst du sicher, dass deine neue Heizung auch den gesetzlichen Vorga­ben entspricht.
  • Biogas-Quote: Eine neu installierte Gasheizung, die die 65 %-Regel nicht erfüllt, musst du ab 2029 mit einem steigenden Anteil an erneuerbaren Gasen betreiben (s. o.).
  • Beratungspflicht: Bevor du noch einmal eine Gasheizung einbaust, musst du ein Beratungs­gespräch mit einem Fachbetrieb oder Energie­berater führen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass du dir der Gesetzes­lage und der damit ver­bun­denen Kosten be­wusst bist.

Fazit: die Kosten der Gasheizung machen sie zum Auslaufmodell

Die Analyse der Kosten zeigt klar: Eine neue Gasheizung ist ein finan­zielles Risiko und sollte nur in Ausnahmefällen noch in Betracht gezogen werden.

  • Als "Notfall-Überbrückung": Fällt deine alte Heizung uner­wartet aus und kann nicht mehr repariert werden, muss eine schnelle Lösung her. Baust du vorübergehend erneut eine – gegebenenfalls gebrauchte – Gasheizung ein, bleibt dir Zeit, den Umstieg auf eine Wärmepumpe zu planen.
  • Als "Warten auf Fernwärme": Wenn dir die kommunale Wärmeplanung einen ver­bind­lichen Anschluss an ein Wärmenetz innerhalb der nächsten 10 Jahre zusichert, kann eine Gasheizung als Übergangslösung dienen.

➤ Wenn es baulich und finanziell machbar ist, stellt eine Wärme­pumpe die wirtschaftlich bessere und zukunftssichere Wahl dar. Ihre Gesamtkosten unterschreiten dank hoher Förderung und niedrigerer Betriebskosten bereits heute die einer Gasheizung deutlich. Selbst in weniger sanierten Bestandsgebäu­den ist eine Wärmepumpe die güns­tigere Option.

Meine Einschätzung: Die Zeit der Gasheizungen neigt sich dem Ende

Mit Gas zu heizen war lange Zeit günstig. Energie- und Klima­krise haben die Karten jedoch neu gemischt. Nun steigen die Kosten für Gas durch höhere Weltmarktpreise, Netzentgelte und die CO2-Abgabe immer weiter an.

Gleichzeitig hat sich mit der Wärmepumpe eine neue Akteu­rin auf dem Heizungs­markt etabliert, die in mehrfa­cher Hin­sicht die Nase vorn hat: Als um­weltschonendes System wird ihre Anschaffung vom Staat bezuschusst, für sie fällt keine CO2-Abgabe an und auch die Kosten für den Schornsteinfeger sparst du. In Verbindung mit einer PV-Anlage sind ihre Betriebs­kosten sogar noch niedriger.

Eine alte Gasheizung durch eine neue zu ersetzen, mag der ein­fachste Weg sein. Abgesehen von vielleicht einer Schornstein­sanierung muss nicht viel gemacht werden. Doch ein Heizungstausch ist eine Ent­scheidung, die du für die näch­sten 20 Jahre triffst. Besser, jetzt ein paar Euro mehr auszu­geben, um dein Haus Wärme­pum­pen-fit zu machen, und dann jedes Jahr Energiekosten zu sparen, als Jahr für Jahr eine höhere Gasrechnung begleichen zu müssen.

Frau mit braunen Haaren und schwarzem Oberteil vor grünem Hintergrund lächelt in die Kamera.
Ariane Müller

Fachredakteurin für Energiethemen

Ich recherchiere und rechne, analysiere Forschungsdaten und Förderprogramme – damit du auf einen Blick erfährst, welche Maßnahmen sich für dein Haus lohnen. Als Altbau-Besitzerin weiß ich aus eigener Erfahrung, wie kostspielig Sanierungen sein können und wie wichtig es ist, gut informiert zu sein.

FAQ: Die häu­figs­ten Fra­gen zu Gas­hei­zun­gen und ihren Kosten

Was kostet eine neue Gasheizung für ein Einfamilienhaus?

Die Kosten für einen Kesseltausch inklusive Montage und Zubehör liegen typischerweise zwischen 8.500 und 16.000 Euro.

Gibt es noch Förderung für Gasheizungen?

Nein. Für den Einbau einer reinen Gas-Brennwertheizung gibt es keine Förderung mehr. Bei einer Gas-Hybridheizung wird nur der erneuerbare Anteil – z. B. die Wärmepumpe – bezuschusst. Die maximale Förderung von bis zu 70% erhältst du nur für den Einbau einer Heizung auf Basis 100 % erneuerbarer Energien.

Was ist günstiger: Gasheizung oder Wärmepumpe?

Beim Anschaffungspreis ist die Gasheizung günstiger. Berück­sichtigt man jedoch die Förderung von bis zu 70 %, können die An­schaffungskosten für eine Wärme­pumpe mitunter niedriger sein. Im Betrieb ist die Wärmepumpe be­reits heute mehrere hundert Euro pro Jahr günstiger.

Was passiert 2045 mit meiner Gasheizung?

Ab dem 1. Januar 2045 ist der Be­trieb von Heizungen mit fossilen Brennstoffen, inklusive Erdgas, gesetzlich verboten. Jede Gashei­zung, die du heute installierst, muss dann stillgelegt oder auf 100% "grüne Gase" – wie grünen Wasserstoff – umgerüstet werden, sofern diese dann verfügbar und bezahlbar ist.

Ist eine "H2-Ready"-Gasheizung zukunftssicher?

Das ist höchst unsicher. "H2-Ready" bedeutet oft nur, dass 20 Prozent Wasserstoff beigemischt werden können. Geräte für 100% Wasserstoff sind teurer, und es gibt aber keine Garantie, dass dein Haus jemals an ein Wasserstoff­netz angeschlossen wird. Experten gehen davon aus, dass Wasser­stoff primär für die Industrie genutzt wird.

Darf ich 2025 noch eine Gasheizung einbauen?

Ja, in Bestandsgebäuden ist dies übergangsweise noch möglich, solange deine Gemeinde keinen verbindlichen Wärmeplan hat. Du musst dich jedoch vorab beraten lassen und akzeptieren, dass du ab 2029 teure erneuerbare Gase beimischen musst.

Muss ich meine funktionierende alte Gasheizung jetzt ausbauen?

Nein. Bestehende, funktionierende Gasheizungen dürfen weiter be­trie­ben werden. Es gibt keine sofortige Austauschpflicht, solan­ge die Heizung nicht irreparabel kaputt ist oder die Emissions­grenz­werte reißt. Das Betriebsver­bot für fossile Brennstoffe gilt erst ab 2045.

Hilfe beim Kostensparen

Wir helfen dir, die Heizlösung zu finden, mit der du dein Haus am günstigsten warm bekommst. Damit du für deren Kauf und Installation nicht mehr zahlst, als du musst, bekommst du über uns Angebote von mehre­ren Fachbetrieben und Informa­tionen zu den Fördermitteln.

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