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Luft-Wasser-Wärmepumpe: Dein Haus effizient und einfach heizen

Du möchtest dein Haus mit einer neuen Heizung ausstatten und erhältst von allen Heizungsfachbetrieben nur Angebote für Luft-Wasser-Wärmepumpen. Das ist so, weil sie derzeit die effizienteste Heizungsart für die meisten Häuser ist, von Neubau bis Altbau. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe erfüllt alle gesetzlichen Vorgaben und ist schnell und einfach installiert. Erfahre jetzt mehr über die höchst sinnvolle Heizungstechnologie.

Luft-Wasser-Wärmepumpe als neue Standard-Heizlösung

Luft-Wasser-Wärmepumpe: effizient, förderfähig und zeitgemäß
  • Luft-Wasser-Wärmepumpen eignen sich für nahezu jedes Einfamilienhaus.
  • Sie benötigen wenig Platz und lassen sich schnell installieren.
  • Für eine Luftwärmepumpe zahlst du inklusive Installation etwa 20.000 bis 40.000 Euro.
  • Davon kannst du 30 bis 70 % staatliche Fördergelder abziehen.
  • Gegenüber einer Gasheizung sparst du mit einer Wärmepumpe rund 40 Prozent an Heizkosten ein.

Inhaltsverzeichnis:

  • Das Wärmepumpen-Prinzip: Ein Kühlschrank im Rückwärtsgang
  • Passt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zu deinem Haus?
  • Die Kosten: Ein Preisschock mit Happy End
  • Diese Voraussetzungen muss dein Haus mitbringen
  • Aufstellmöglichkeiten: Wo kannst du die Wärmepumpe installieren?
  • Richtig planen und auswählen
  • Fazit: Lohnt sich eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für dich?
  • FAQ

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe im Kurzprofil

Luft Wasser Wärmepumpe, schematische Darstellung
Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Heizungsunterstützung und Brauchwassererwärmung; Bildquelle: Bundesverband Wärmepumpe e.V.

➜ Luft-Wasser-Wärmepumpen sind effiziente und zeitgemäße Zentralheizungen, die sich für nahezu jedes Einfamilienhaus eignen.

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt Umweltwärme aus der Umgebungsluft und Strom, um dein Haus zu heizen. Sie ist eine klimafreundliche Lösung, die bei dir vor Ort keine Abgase ausstößt. Wenn du eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kaufst, unterstützt dich der Staat mit Fördergeldern zwischen 30 und 70 Prozent der Anschaffungskosten. Etwa 50 Prozent sind dabei realistisch. Vor der Förderung kostet eine Wärmepumpe mit Installation zwischen etwa 20.000 und 40.000 Euro. Luft-Wasser-Wärmepumpen heizen umso effizienter, je besser das Haus gedämmt ist.

Das Wärmepumpen-Prinzip: Ein Kühlschrank im Rückwärtsgang

Funktionsweise einer Propan-Wärmepumpe von der Wärmeaufnahme in der Umwelt bis zur Wärmeabgabe ans Heizsystem
Funktionsweise einer Wärmepumpe | Grafik: TapTapHome

Stell dir einen Kühlschrank vor. Er entzieht den Lebensmitteln im Inneren Wärme und leitet sie nach draußen ab. Die Wärmepumpe tut dasselbe – nur in umgekehrter Richtung. Sie entzieht der Außenluft Wärme und leitet sie als Heizenergie in dein Wohnzimmer. Das funktioniert selbst bei Minusgraden.

Der Prozess verläuft in drei Takten:

  1. Sammeln: Ein Ventilator saugt Außenluft an. Diese Luft erwärmt ein Kältemittel, das schon bei extrem niedrigen Temperaturen verdampft.
  2. Verdichten: Ein Kompressor presst dieses Gas zusammen. Der Druck steigt, und physikalisch zwingend steigt damit auch die Temperatur an. Aus lauwarmer Energie wird heißes Gas.
  3. Heizen: Ein Wärmetauscher überträgt diese Hitze auf das Heizwasser. Das Kältemittel kühlt ab, verflüssigt sich, und der Kreislauf beginnt von vorn.

➜ Das Ergebnis: Warmes Wasser und warme Räume ohne Flamme, ohne Ruß und ohne Öltank.

Zusatznutzen: Im Sommer lässt sich der Kreislauf umkehren. Dann entzieht die Anlage den Räumen die Wärme und gibt sie nach draußen ab. So kannst du mit deiner Wärmepumpe kühlen.

Vorteile und Nachteile im Überblick

Vorteile einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

Nachteile einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

Niedrige Betriebskosten: Du heizt sehr günstig. Die Wärmepumpe braucht nur Umgebungsluft und Strom, keine teuren Brennstoffe wie Öl oder Gas.

Hohe Anschaffungskosten: Der Kauf und Einbau sind teuer. Die Förderung hilft aber, diese Kosten zu senken.

Hohe Förderung: Der Staat unterstützt dich beim Kauf. Du kannst bis zu 70 % als Zuschuss bekommen.

Effizienz bei Kälte: Bei sehr tiefen Minusgraden (z. B. unter -15°C) verbraucht die Pumpe mehr Strom. Dann muss ein elektrischer Heizstab helfen.

Umweltfreundlich: Du heizt klimaschonend. Die Pumpe nutzt Energie aus der Luft, der Erde oder dem Grundwasser.

Lautstärke: Der Ventilator im Außengerät erzeugt Geräusche. Du musst deshalb Abstandsregeln zu Deinen Nachbarn einhalten.

Einfache Installation: Eine Luftwärmepumpe ist schnell eingebaut. Es ist kein Schornstein nötig.

Platzbedarf: Das Fundament für deine Wärmepumpe hat etwa 2 qm.

Unabhängigkeit: Du machst dich unabhängig von den Preisen für Öl und Gas. Die Stromkosten kannst du mithilfe von Photovoltaik stark reduzieren.

Kühlen im Sommer: Viele Modelle können im Sommer auch kühlen.

Passt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zu deinem Haus?

Luft Wasser Wärmepumpe Außenaufstellung
Bei Außenaufstellung muss ein Betonsockel gegossen werden | Nennleistung 10,6 bis 18,5kW | Abbildung: Viessmann Werke

Wärmepumpen arbeiten umso effizienter, desto besser dein Haus gedämmt ist.

Für wen ist die Wärmepumpe besonders geeignet?

  • Der Neubau: Dein Haus ist neu und sehr gut gedämmt. Du hast eine Fußbodenheizung. Eine Fußbodenheizung braucht zum Heizen nur niedrige Wassertemperaturen als Vorlauftemperatur. Das ist optimal für eine Wärmepumpe, sodass sie sehr effizient läuft.
  • Der gut sanierte Altbau: Dein Haus ist vielleicht älter, aber du hast bereits die Gebäudehülle saniert. Du hast neue Fenster, eine gute Dämmung und vielleicht schon größere Heizkörper. Hier kann die Wärmepumpe im Altbau sehr effizient arbeiten.

Für wen ist die Wärmepumpe weniger geeignet?

  • Der unsanierte Altbau: Dein Haus ist alt und nicht gedämmt. Die Fenster sind undicht. Das Haus verliert viel Wärme. Die Wärmepumpe müsste ständig auf Hochtouren laufen und würde viel Strom verbrauchen. Um eine Wärmepumpe möglichst effizient zu verwenden, solltest du entweder sanieren oder auf eine Hybrid-Wärmepumpe setzen.
  • Haus mit alten, kleinen Heizkörpern: Dein Haus hat nur alte, kleine Rippenheizkörper. Die brauchen sehr heißes Wasser von 70 Grad oder mehr, um den Raum warm zu bekommen. Solche Temperaturen schafft die Wärmepumpe nur mit viel Strom über den Heizstab. Das wird teuer. Um eine Wärmepumpe effizient nutzen zu können, solltest du in Absprache mit deinem Heizungsbauer die Heizkörper modernisieren.

Die Kosten: Ein Preisschock mit Happy End

Eine neue Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet mit Installation 30.000 Euro oder mehr. Der Staat unterstützt dich aber mit bis zu 70 Prozent Förderung:

Wie hoch fällt die staatliche Förderung aus?

Der Staat bietet über die KfW sehr hohe Zuschüsse zur Heizungssanierung. Die Förderung ist modular aufgebaut – du kannst verschiedene Boni kombinieren, bis zu einem Maximum von 70 % der förderfähigen Kosten. Die Prozente in dieser Wärmepumpenförderung beziehen sich auf maximal 30.000 Euro Investitionssumme.

➜ Der Kassensturz zeigt, wie viel die staatliche Unterstützung ausmacht:

Beispielrechnung für ein typisches Eigenheim

Schauen wir uns an, was das konkret für deinen Geldbeutel bedeutet. Wir gehen von einem älteren Einfamilienhaus aus, bei dem eine alte Ölheizung ausgetauscht wird.

Szenario:

  • Investitionskosten für Gerät und Einbau: 30.000 €
  • Förderung: Du erhältst die Grundförderung (30 %) und den Geschwindigkeitsbonus (20 %).

Rechnung:

  1. Kosten vor Förderung: 30.000 €
  2. Förderung gesamt (50 %): - 15.000 €
  3. Tatsächliche Kosten für dich: 15.000 €

➜ Damit kostet die Wärmepumpe am Ende kaum mehr als eine neue Gas- oder Ölheizung, du sparst aber monatlich Geld bei den Betriebskosten.

Übersicht der BEG-Förderung

Art der Förderung

Höhe

Erklärung

Grundförderung

30 %

Erhält jeder Hausbesitzer, der auf eine klimafreundliche Heizung wie eine Wärmepumpe umsteigt.

Klima­­geschwindigkeits-Bonus

20 %

Diesen Bonus bekommst du, wenn du deine funktionierende Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung oder deine über 20 Jahre alte Gasheizung frühzeitig austauschst.

Einkommens-Bonus

30 %

Für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 40.000 Euro.

Effizienz-Bonus

5 %

Wenn deine Wärmepumpe ein natürliches Kältemittel nutzt oder besonders effizient Wärmequellen erschließt. Letzteres gilt nicht für Luft-Wasser-Wärmepumpen.

Wichtig: Auch wenn du rechnerisch auf über 70 % kommst (z. B. 30+20+30), ist die Auszahlungssumme auf 70 % gedeckelt.

➜ Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist eine große Investition, aber sie rechnet sich schon nach kurzer Zeit. Hier erfährst du, welche Kosten du in etwa einkalkulieren musst.

Wichtig: Auch wenn du rechnerisch auf über 70 % kommst (z. B. 30+20+30), ist die Auszahlungssumme auf 70 % gedeckelt.

➜ Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist eine große Investition, aber sie rechnet sich schon nach kurzer Zeit. Hier erfährst du, welche Kosten du in etwa einkalkulieren musst.

Überblick: Anschaffung und Betrieb

Die Wärmepumpe-Kosten setzen sich aus dem Kaufpreis des Geräts, dem Zubehör wie zum Beispiel einem Pufferspeicher und der Installation zusammen.

  • Anschaffungskosten: Für eine komplette Luft-Wasser-Wärmepumpe in einem Einfamilienhaus liegen die Kosten vor Abzug der Förderung etwa zwischen 20.000 und 35.000 Euro. Dies beinhaltet das Gerät mit Innen- und Außeneinheit sowie die Montage.
  • Betriebskosten: Im Gegensatz zu Öl oder Gas bezahlst du keinen Brennstoff, sondern den Strom für den Betrieb der Wärmepumpe. Wie viel das ist, hängt von der Effizienz der Wärmepumpe und deinem Strompreis ab.
  • Wärmepumpenstrom: Einige Energieversorger bieten spezielle Tarife für Wärmepumpenstrom an. Die sind etwa 10 bis 30 % günstiger als normaler Haushaltsstrom.
  • Photovoltaik: Wenn du eine PV-Anlage besitzt, kannst du den selbst gewonnenen Strom für den Betrieb der Wärmepumpe nutzen. Das senkt deine Betriebskosten deutlich, da Solarstrom vom eigenen Dach viel günstiger ist als gekaufter aus dem Netz.

Tipps zur Kostenoptimierung

Grafik von einem Einfamilienhaus mit Photovoltaik und Luft-Wasser-Wärmepumpe
Wärmepumpe und Photovoltaik lassen sich gut kombinieren | Bildquelle: AdobeStock_4th Life Photography

Damit deine Wärmepumpe so günstig wie möglich läuft, solltest du folgende Punkte beachten:

  • Kombination mit Photovoltaik: Das ist der größte Hebel. Je mehr Solarstrom du nutzt, desto mehr sparst du beim Strom ein. Ein Energiemanager hilft dir dabei, die Wärmepumpe genau dann laufen zu lassen, wenn die Sonne scheint, also möglichst viel günstiger Solarstrom da ist.
  • Wärmepumpen-Stromtarif: Vergleiche unbedingt Anbieter. Ein spezieller Tarif lohnt sich fast immer.
  • Vorlauftemperatur senken: Je niedriger die Temperatur ist, die deine Heizung erzeugen muss, desto weniger Strom verbraucht sie. Das erreichst du zum Beispiel durch größere Heizkörper oder einen hydraulischen Abgleich durch den Heizungsfachbetrieb.
  • Gute Planung: Deine Wärmepumpe darf nicht überdimensioniert sein. Eine exakt passende läuft ruhiger, hält länger und verbraucht weniger Strom.

Diese Voraussetzungen muss dein Haus mitbringen

Fußbodenheizung
Fußbodenheizung im Schnitt | Bildquelle: AdobeStock_sveta

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Wärmepumpen nur in modernen Neubauten funktionieren. Das ist falsch. Auch in den meisten Altbauten arbeiten sie effizient, wenn sie bestimmte Bedingungen erfüllen. Hier erfährst du, worauf es ankommt.

Die drei wichtigsten Faktoren: Dämmung, Heizkörper und Platz

Damit die Wärmepumpe möglichst wenig Strom verbraucht, muss das Haus die Wärme gut halten und mit niedrigen Temperaturen heizen können.

  • Dämmung: Dein Haus muss kein Passivhaus sein. Ein mittlerer Dämmstandard reicht aus. Wichtig ist, dass die Wärme nicht sofort durch undichte Fenster oder ein ungedämmtes Dach entweicht. Wurde dein Haus nach 1995 gebaut oder saniert, ist der Standard ausreichend.
  • Heizflächen: Wärmepumpen lieben große Flächen.
    • Fußbodenheizung: Ideal. Sie kommt mit niedrigsten Temperaturen aus.
    • Große Plattenheizkörper: Gut geeignet.
    • Alte Rippenheizkörper: Oft problematisch. Sie benötigen meist hohe Wassertemperaturen. Plane eher einen Austausch ein." Sowas in der Art?
  • Platzbedarf:
    • Außen: Du brauchst einen Aufstellort für die Außeneinheit, den "Ventilator". Der sollte ca. 3 Meter Abstand zum Nachbarn haben, um Lärmprobleme zu vermeiden.
    • Innen: Im Heizungskeller benötigst du etwa soviel Platz wie für einen großen Kühlschrank oder eine Waschmaschine, dazu Platz für den Wasserspeicher. Tipp: Alte Keller haben oft sehr niedrige Deckenhöhen, sodass du einen speziellen Wasserspeicher brauchst. Sprich deinen Fachbetrieb unbedingt darauf an!
Checkliste: Eignet sich mein Haus?

Bevor du einen Energieberater beauftragst, kannst du eine erste Prüfung selbst vornehmen.

Die goldene Regel: Eine Wärmepumpe arbeitet dann effizient, wenn sie mit einer Vorlauftemperatur von maximal 50 bis 55 Grad Celsius das Haus auch an kalten Tagen warm bekommt.

Hier ist eine Checkliste zur Orientierung:

  • Der 55-Grad-Test für Altbauten: Stelle an einem kalten Wintertag deine alte Heizung auf eine Vorlauftemperatur von 55 Grad oder niedriger ein. Drehe nun die Thermostate in den Wohnräumen voll auf. Wird es im Haus gemütlich warm?
    • Ja: Dein Haus ist "Wärmepumpen-ready".
    • Nein: Du musst wahrscheinlich erst Dämmmaßnahmen durchführen oder einzelne Heizkörper gegen größere Modelle tauschen.
  • Jahresverbrauch prüfen: Als grobe Faustregel gilt: Wenn du weniger als 150 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr verbrauchst, ist eine Wärmepumpe wirtschaftlich. Hat dein Haus zu Beispiel 150 qm und du verbrauchst im Jahr maximal 22.500 kWh Heizenergie, dann sollte es mit der Wärmepumpe klappen.
  • Heizlast berechnen: Das macht der Fachbetrieb. Er prüft genau, wie viel Energie nötig ist, um dein Haus am kältesten Tag des Jahres warm zu halten. Das ist wichtig, damit die Wärmepumpe richtig dimensioniert ist. Ist sie zu groß, dann wird es zu teuer oder zu klein, dann bleibt es kalt.
  • Sanierungsfahrplan: Oft reichen kleine Maßnahmen, um dein Haus fit für eine Wärmepumpe zu machen. Dazu gehören der Austausch alter Fensterdichtungen, Dämmung der Kellerdecke oder der Tausch zu kleiner oder zu alter Heizkörper.

Aufstellmöglichkeiten: Wo kannst du die Wärmepumpe installieren?

BILD